Virus und Alltag

Coronavirus in Hildesheim: Das ist verboten – und das ist noch erlaubt

Kreis Hildesheim - Der Landkreis Hildesheim hat am Dienstag, 17. März, weitere Einschränkungen wegen der Corona-Krise verkündet. Es gibt neue Schließungen und Verbote, die bis zum 18. April gelten. Eine Übersicht.

Der Alltag in Zeiten des Coronavirus: Das Land Niedersachsen hat die Regeln gemeinsam mit den übrigen Bundesländern und der Bundesregierung beschlossen. Foto: Julia Moras

Kreis Hildesheim - Der Landkreis Hildesheim hat am Dienstag weitere Einschränkungen wegen der Corona-Krise verkündet. Es gibt neue Schließungen und Verbote, die das Land Niedersachsen am Montag gemeinsam mit den übrigen Bundesländern und der Bundesregierung beschlossen hat. Diese Verfügung gilt ab sofort und bis einschließlich Samstag, 18. April. Eine Verlängerung ist möglich.

Für den Publikumsverkehr werden ab sofort geschlossen:

– Bars, Clubs, Kulturzentren, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen

– Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen, Bibliotheken und ähnliche Einrichtungen

– Messen, Ausstellungen, Kinos, Zoos, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen

– Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen

– Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbäder, Fitnessstudios, Saunen und ähnliche Einrichtungen

– alle Spielplätze einschließlich Indoor-Spielplätze

– alle Verkaufsstellen des Einzelhandels, insbesondere Outlet-Center, einschließlich der Verkaufsstellen in Einkaufscentern



Verboten sind außerdem:

– Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen

Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften, einschließlich der Zusammenkünfte in Gemeindezentren

– alle öffentlichen Veranstaltungen; ausgenommen sind Sitzungen kommunaler Vertreter und Gremien sowie des Landtages und der dazugehörigen Ausschüsse und Gremien

– alle Ansammlungen im Freien (Richtgröße für Ansammlungen: mehr als zehn Personen)

– alle privaten Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmenden

– alle privaten Besuche von Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen sowie von Patienten in Krankenhäusern

Das Verbot gilt ebenfalls für Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt. Also beispielsweise für Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken sowie stationäre Betreuungseinrichtungen. Ausnahmen vom Besuchsverbot gelten lediglich für die Besuche von Eltern auf Kinderstationen, von Vätern auf Entbindungsstationen und für die Besuche von Angehörigen auf Palliativstationen.

Ausdrücklich weiter öffnen dürfen:

– der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte, der Großhandel und Dienstleister aus dem Gesundheitsbereich

Für diese Bereiche wurde das Sonntagsverkaufsverbot bis auf weiteres ausgesetzt.

Restaurants

Restaurants dürfen nur zwischen 6 Uhr und 18 Uhr öffnen, allerdings unter Auflagen – so muss zum Beispiel ein Abstand zwischen den Tischen gesichert sein.

Dienstleister und Handwerker

Dienstleister und Handwerker dürfen weiter tätig sein.

Bus- und Zugfahrten sowie Arbeitsplatz

Weiterhin erlaubt ist die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs und der Aufenthalt an der Arbeitsstätte.

Erklärung des Landkreises

Im Interesse der Bevölkerung und des Gesundheitsschutzes müssen diese Maßnahmen laut Landkreis unverzüglich ergriffen werden, um das Gesundheitssystem in der Region Hildesheim und in ganz Niedersachsen dauerhaft aufrechtzuerhalten. Die großflächige Unterbrechung und Eindämmung eines Großteils der sozialen Kontakte stellt laut Landkreis das einzig wirksame Vorgehen dar, damit die Infektionsketten entschleunigt und unterbrochen werden können.

Update: Am Mittwoch hat der Landkreis Hildesheim weitere Einschränkungen wegen des Coronavirus bekanntgegeben.

Update 2: Alle aktuellen Einschränkungen sowie alle Artikel zum Coronavirus im Landkreis Hildesheim finden Sie in unserer Übersicht.

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