Kontaktperson infiziert

Coronavirus: Zweiter bestätigter Fall in Region Hannover

Hannover - In Niedersachsen nehmen die bestätigten Coronavirus-Fälle zu – auch in der Region Hannover wurde ein zweiter Mensch positiv auf das Virus getestet.

Am Wochenende war die Infektion eines 68-Jährigen aus Eltze in der Gemeinde Uetze bekannt geworden. Auch eine Kontaktperson wurde nun positiv getestet. Foto: Marcel Kusch/dpa

Hannover - Nach dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus in Niedersachsen sind derzeit vier Menschen nachweislich infiziert. Die Patienten und ihre Kontaktpersonen sind in häuslicher Quarantäne.

Am Dienstag bestätigte sich Behördenangaben zufolge auch eine Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus bei einer Kontaktperson eines 68-jährigen Mannes aus Eltze in der Gemeinde Uetze. Der 63-Jährige weise aber keine Symptome auf.



Am Wochenende war die erste Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Niedersachsen bekanntgeworden. Ein 68 Jahre alter Mann aus Eltze in der Gemeinde Uetze (Region Hannover) hatte sich offensichtlich während einer Busreise nach Südtirol angesteckt.

Weitere Fälle in anderen Landkreisen

Außerdem gibt es zwei Fälle, je einer im Landkreis Ammerland und im Kreis Cuxhaven. Das Virus wurde bei einem 21-Jährigen aus dem Landkreis Ammerland festgestellt. Dieser habe die vergangenen Tage bei seiner Mutter in Oldenburg verbracht, teilte das niedersächsische Gesundheitsministerium mit. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte der 21-Jährige aus dem Landkreis Ammerland in Palenberg bei Heinsberg in Nordrhein-Westfalen Karneval gefeiert und sich vermutlich dort angesteckt. Der junge Mann, dessen Alter zunächst mit 20 Jahren angegeben worden war, und seine Mutter (56) seien in häuslicher Quarantäne, wie auch zwei weitere Kontaktpersonen.

Auch wurde bekannt, dass ein Mann aus dem Landkreis Cuxhaven an der neuen Krankheit Covid-19 leidet. Hintergrund ist laut Landkreis eine Reise nach Norditalien. Der Mann, dessen Alter zunächst unklar blieb, sei in häuslicher Quarantäne, seine Frau als Kontaktperson ebenso.

Einrichtung von Testzentren

Um Arztpraxen zu entlasten, sollen in Niedersachsen regionale Testzentren eingerichtet werden. Diese sollten eigentlich bis Ende der Woche die Arbeit aufnehmen - das sei aber wohl nicht möglich, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen. Das größte Problem sei fehlende Schutzkleidung - ohne Schutzkleidung drohten Ärzte auszufallen und in Quarantäne geschickt zu werden.

Die Deutsche Messe AG verschob wegen des Erregers zwei für März geplante Branchentreffen in Hannover - sowohl die Halal-Messe für islamkonforme Produkte als auch die IT-Messe Twenty2X sind betroffen.

Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.

Weitere Artikel