Veranstaltung im Rathaus

Stadt Hildesheim stellt sich den Fragen der Bürger zur Dammstraße

Hildesheim - Es soll um die aktuelle Lage gehen, aber auch um einen Ausblick und den Zeitplan: Die Stadt hat eine weitere öffentliche Informationsveranstaltung zur Baustelle in der Dammstraße angekündigt. Zudem zeichnet sich ab, wer die ausstehenden Arbeiten an der Brücke und der Fahrbahn übernehmen soll.

Bei der öffentlichen Infoveranstaltung zur Dammstraße können auch Bürgerinnen und Bürger dabei sein. Im Ratssaal ist laut Stadt Platz für 100 Menschen – Interessierte müssen sich auf der Webseite der Stadt für eine Teilnahme anmelden. Foto: Julia Moras (Archiv)

Hildesheim - Die Stadt steht wegen der Arbeiten rund um die historische Brücke in der Dammstraße immer wieder Kritik. Die Verwaltung begegnet dem nun mit einer öffentlichen Informationsveranstaltung am Donnerstag, 12. September, ab 19.30 Uhr im Ratssaal. Auf dem Programm stehen unter anderem Informationen über die aktuelle Lage und die archäologischen Funde, außerdem gibt es einen Ausblick auf die weiteren Schritte einschließlich eines Zeitplans. Es geht zudem um die Frage, warum die Planung der Betonplatte, mit der das 850 Jahre alte Bauwerk nun abgedeckt werden soll, so lange gedauert hat. Wichtig: Fragen sind ausdrücklich erlaubt.

Wie die Verwaltung betont, ist im Ratssaal nur Platz für maximal 100 Menschen; Interessierte müssen sich „zwingend“ über die Internetseite der Stadt anmelden – das ist möglich bis Mittwoch, 11. September, 18 Uhr. Explizit eingeladen sind auch Politiker und Anlieger. Als Fachleute sind Dr. Markus Blaich vom Landesamt für Denkmalpflege, Stadtarchäologe Tobias Lembke, Bauleiter Stefan Keck und SEHI-Chef Erwin Voß dabei.

Auftrag soll erneut an Bettels/Hermanns gehen

Doch nicht nur zu dieser Informationsveranstaltung gibt es Neuigkeiten, es zeichnet sich auch ab, wer die offenen Arbeiten in der Dammstraße erledigen soll: Nach Informationen der HAZ sollen die Unternehmen Bettels aus Hildesheim und Hermanns aus Kassel, die schon seit 2021 als „Arge“ (Arbeitsgemeinschaft) auf der Baustelle im Einsatz waren, den Zuschlag dafür erhalten, den Betondeckel über der Brücke zu errichten und die Fahrbahn herzustellen. Die Stadtentwässerung, die formal der Auftraggeber ist, wollte auf Anfrage nichts zu dem Thema sagen und verwies an die Stadt; deren Sprecher Helge Miethe erklärte, man dürfe sich aus rechtlichen Gründen nicht äußern, da es sich um eine Vergabe handele.

Die Zurückhaltung könnte auch daran liegen, dass wohl noch Einspruchsfristen für unterlegene Firmen laufen. Dem Vernehmen nach soll ein Betrieb günstiger als die Arge gewesen sein; er konnte aber anders als diese nicht wie verlangt am 2. September starten. Die Arge hat bisher 2,8 Millionen Euro für ihren Einsatz im Zusammenhang mit der Brücke erhalten.

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