Brücke

Dammstraße: Wie stehen die Chancen für einen Radweg auf Hildesheimer Innerste-Brücke?

Hildesheim - Gibt es eine Chance für einen Radweg über der Innerste am Dammtor? Die Stadt hat das geprüft – mit klarem Ergebnis: Es bräuchte eine komplett neue Brücke.

Die Innerste-Brücke auf der Hildesheimer Dammstraße ist in die Jahre gekommen. Foto: Stadt Hildesheim

Hildesheim - Schon im Juni 2023 beauftragte der Stadtrat die Verwaltung damit, zu prüfen, ob ein Radweg auf der Innerste-Brücke möglich wäre – und wie. Denn für Autos, Busse, Radfahrer und Fußgänger ist kaum genug Platz. Die Stadt ist der Forderung nachgekommen, und stellt klar: Eine ausreichend breite Fahrbahn für alle Verkehrsteilnehmenden gibt es nur mit neuer Brücke.

Die Innerste-Brücke, 1933 erbaut und 1985 zuletzt saniert, ist aktuell 12,5 Meter breit. Der Zustand des Bauwerks ist passabel, allzu lange wird sie aber nicht mehr ohne Sanierung auskommen. „Die Brücke ist alt – und das sieht man auch“, bringt Carola Rex, Bereichsleiterin Straßenneubau, es auf den Punkt.

Bauzeit: 12 Monate dauern

Entschließt sich die Politik, nur die Mängel der bestehenden Brücke zu beseitigen, verbleiben schätzungsweise vier Jahre Restnutzungsdauer. Wirtschaftlich sinnvoller, so erklärt es Rex, wäre ein kompletter Neubau, der mit geschätzten Baukosten von 1,8 Millionen Euro zu Buche schlagen würde.

Die Brücke würde dadurch auf 16,5 Meter verbreitert; in beide Richtungen gäbe es Rad- und Fußwege. Bauzeit: 12 Monate. Während der müsste die Dammstraße voll gesperrt werden. Bei dem Gedanken dürfte dem ein oder anderen mulmig werden – und die Frage in den Kopf kommen, wieso die Brücke nicht direkt mit der aktuellen Baustelle erneuert wird.

Im Zuge der Straßensanierung Brücke erneuern

Allein für die Planung bräuchte die Stadt aber zwei Jahre, wie Döring schildert, außerdem handelt es sich bei der bevorzugten Variante nur um einen Vorschlag, der politisch diskutiert werden muss. „Ich sehe das nicht vor sieben, acht, vielleicht zehn Jahren“, sagt Döring. „Aber irgendwann wird das kommen – und es wird mit der Straße nicht besser werden.“

Die Stadt zieht es deshalb vor, die Brücke im Rahmen der Dammstraßensanierung zu erneuern. Die steht auf der Prioritätenliste aber nicht oben. Dass die Dammstraße nächstes Frühjahr also wieder freigegeben wird, nur, um dann einige Jahre später für den Brückenneubau erneut gesperrt zu werden, droht demnach nicht. „Das kann man hier auch keinem zumuten“, so die Baudezernentin. Man wisse immerhin auch nicht, welche archäologischen Funde bei der neuen Baustelle dann wieder für Verzögerungen sorgen könnten – die Sorge, dass das passiert, da sind sich Döring und Rex einig, ist „sehr groß“.

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