Corona-Lage

Hildesheimer Sieben-Tage-Inzidenz steigt spürbar

Hildesheim - Die Lage ist alles andere als beruhigend: Bundes- und landesweit steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steil an. Am Morgen hat das Land auch die aktuellen Werte für Hildesheim gemeldet – die Inzidenz steigt auf 85,9.

Testen ist die schnellste Möglichkeit, Infektionsketten zu unterbrechen. Inzwischen gibt es für die Bürger immer mehr Angebote. Foto: Chris Gossmann (Archiv)

Hildesheim - Die Inzidenz für Stadt und Kreis Hildesheim steigt weiter: Für Donnerstag meldet das Land Niedersachsen einen Wert von 85,9. Die Zahl gibt an, wie viele Infektionsfälle binnen sieben Tagen bezogen auf eine Einwohnerzahl von 100000 gemeldet worden sind. Am Mittwoch lag diese wichtige Kennzahl noch bei 72,9 – und damit um 3,7 höher als am Dienstag. Vor einer Woche, am 9. April, blickte Hildesheim noch auf einen Inzidenzwert 63,8.



Auch bundesweit geht die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus immer weiter nach oben: Das Robert-Koch-Institut hat am Morgen zum Stichpunkt Mitternacht 29 426 weitere Fälle gemeldet, was die bundesweite Inzidenz auf 160,1 hochgetrieben hat. Nach den RKI-Zahlen liegt die Inzidenz in Niedersachsen bei 118. Am Morgen –Stand 9 Uhr – hat dann auch das Land seine neuesten Zahlen gemeldet: Und danach gibt es im Bundesland mit 2234 neu erkannten Infektionen bereits eine Inzidenz von 126.

62 Neuinfektionen an einem Tag

In Hildesheim sind nach den Zahlen des Landes 62 neue Infektionsfälle hinzukommen; seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr haben sich damit 7498 Menschen mit dem Erreger infiziert. 267 Erkrankte sind nach Zählung des Landes an oder mit Covid 19 gestorben.

Die Zahl des Landkreises selbst liegt wegen einer anderen Zählweise niedriger, hier werden nur die Verstorbenen erfasst, bei den Covid 19 die Todesursache war. Immerhin gab es laut dem Land in Hildesheim keinen neuen Todesfall. In Niedersachsen sind aber binnen eines Tages 26 Menschen an Covid 19 gestorben, die Gesamtzahl erhöhte sich damit auf 5106.


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Im Umfeld von Hildesheim ist die Corona-Lage oftmals noch sehr viel dramatischer: In der Region Hannover liegt die Inzidenz momentan bei 136,8 Fällen, Peine kommt auf 187,7, Wolfenbüttel auf 132,9 Hameln-Pyrmont auf 93,8, Holzminden hat 86,6 Fälle pro 100000 Einwohner, Goslar 85,8 Fälle.

Dramatische Lage in Salzgitter

Die höchsten Inzidenzwerte landesweit gibt es derzeit in Salzgitter Stadt mit 350,9, in Vechta mit 316,5, Cloppenburg mit 208,6, Wolfsburg Stadt mit 199,4. Immer weniger Landkreise haben noch zweistellige Inzidenzwerte vorzuweisen. Das sah vor einigen Tagen noch ganz anders aus. Rotenburg / Wümme meldet eine Inzidenz von 47,6, Northeim 60,5, Wilhelmshaven hat 76,2, Osterholz 77,2, Lüchow-Dannenberg 78,9, Aurich 80,1 Göttingen 84.

Bei der Altersverteilung hat sich der Trend der jüngeren Vergangenheit verstetigt. Bei den Hochbetagten sinken die Infektionszahlen als Folge einer immer höheren Impfquote spürbar, während es die höchsten Fallzahlen nun in den jüngeren bis mittleren Jahrgängen gibt.

Immer mehr Junge betroffen

Die meisten Infektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage wurden in der Gruppe 20 bis 29 Jahre mit 1713 neuen Ansteckungen nachgewiesen, dicht gefolgt von den 30- bis 39-Jährigen (1665 Fälle). Erst bei den über 60-Jährigen ist ein deutlicher Rückgang zu erkennen. Doch auch unter den Zehn- und 19-Jährigen ist das Infektionsgeschehen kaum niedriger als in der mittleren Altersgruppe, dort sind innerhalb der vergangenen sieben Tage 1322 Infektionen nachgewiesen worden. In der Gruppe bis neun Jahre sind es landesweit 936 akute Fälle.

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