Ausbreitung des Coronavirus

Hildesheims Corona-Inzidenz steigt minimal – Debakel bei Nachbarn

Kreis Hildesheim - Bundes- und landesweit gibt es einen erheblichen Anstieg der Inzidenzzahlen – im Kreis Hildesheim ist der Wert mit 72,9 auf stabilem Niveau. Bei mehreren Nachbarn sieht das ganz anders aus.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus liegt im Landkreis Hildesheim am Mittwoch bei 72,9. Foto: Chris Gossmann

Kreis Hildesheim - Bundes- und landesweit steigen die Corona-Zahlen deutlich an – im Landkreis Hildesheim sind sie auch am Mittwoch weitgehend stabil geblieben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus, bezogen auf 100.000 Einwohner und sieben Tage, ist im Landkreis nach Angaben des Landesgesundheitsamtes nur leicht von 69,2 am Dienstag auf 72,9 gestiegen. Die Behörde verzeichnete für den Landkreis Hildesheim am Mittwochmorgen 37 neue positive Labortests.

Zahlen explodieren

Im überregionalen Vergleich steht der Landkreis Hildesheim aber immer noch gut da, nur sieben der insgesamt 45 Landkreise in Niedersachsen haben bessere Werte. Bundesweit kletterte die Inzidenz von 140,9 auf 153,2 und näherte sich damit dem Jahres-Höchstwert von 167 (8. Januar). Das Robert-Koch-Institut vermeldete 21.638 Corona-Fälle und damit mehr als doppelt so viele wie am Mittwoch vergangener Woche. Den höchsten Inzidenzwert überhaupt für ganz Deutschland gab es am 22. Dezember (198).

Für Niedersachsen kletterte der Kennwert ebenfalls massiv, und zwar von 109,9 auf 121,3. Einen so erheblichen Anstieg binnen nur eines Tages hat es bislang kaum einmal gegeben. Bundes- wie landesweit wirkt sich aus, dass die niedrigen Zahlen von den Ostertagen aus der Wertung fallen.

Salzgitter über 300

Während das im Landkreis Hildesheim noch keine großen Auswirkungen zeigt, sieht das in benachbarten Städten und Landkreisen völlig anders aus. So stieg die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt Salzgitter von 265,6 auf 325,1. Es ist das erste Mal, dass in einem niedersächsischen Landkreis eine Inzidenz über 300 aufgetreten ist.

So dramatisch ist die Lage in der Region Hannover längst nicht, doch auch in und um die Landeshauptstadt ist die Inzidenz wieder deutlich gestiegen – von 119,8 auf 137,9. Im Landkreis Peine kletterte der Kennwert sogar von 139,5 auf 179,5. Im Kreis Peine ist die nächtliche Ausgangssperre beendet, könnte aber durch Landes- oder Bundesregelung bald neu beginnen. In Salzgitter gilt ohnehin eine nächtliche Ausgangssperre bis zum 27. April.



Neue Einschränkungen drohen – ob nun durch die aktuelle Verordnung des Landes oder die am Dienstag beschlossene Änderung des Bundes-Infektionsschutzgesetzes ab einer Inzidenz von 100. Davon ist der Landkreis Hildesheim aktuell noch ein gutes Stück entfernt, hat sozusagen einen gewissen „Puffer“ bei einem erwarteten Anstieg.

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