Arbeiten haben begonnen

Dem Wasser so nahe: Jetzt kommt der Steg am Hildesheimer Hohnsensee

Hildesheim - Nach einiger Wartezeit haben die Bauarbeiten für den Steg am Hohnsensee begonnen. Bald können Hildesheimerinnen und Hildesheimer hier die Füße ins Wasser halten oder in der Sonne sitzen – eine Sache wird aber nicht erlaubt sein. (mit Video)

Jetzt fehlt nur noch die Verkleidung: Architekt und Vereinsvorsitzender Matthias Jung freut sich auf den neuen Steg am Hohnsensee. Foto: Laura Pöschel

Hildesheim - Am Hohnsensee können Hildesheimerinnen und Hildesheimer bald auf dem Wasser laufen: Unterhalb des Restaurants haben die Bauarbeiten für den Steg begonnen. Von diesem aus sollen Spaziergängerinnen und Spaziergänger die Füße ins Wasser halten oder den Sonnenuntergang anschauen können – ein bisschen Geduld müssen sie aber noch haben.

Die Plattform wird von Schwimmelementen getragen

Anfang der Woche hat ein Kran das Gerüst für den sechs Meter langen Steg ins Wasser gehoben. Dieses wird an einem Fundament am Ufer festgemacht. Der Steg führt dann zu einer 40 Quadratmeter großen Plattform im Wasser, die von schwarzen Schwimmelementen getragen wird. Diese verhindern, dass der Steg überspült wird, falls sich mal mehr Wasser im See befinden sollte. Der Steg schließt barrierefrei an die Böschung an, auf der eine Terrasse entstehen soll. Die gesamte Anlage ist damit barrierefrei zu erreichen.

„Wir als Verein freuen uns wahnsinnig darauf, dass es endlich soweit ist“, sagt Matthias Jung, Architekt und Vorsitzender des Vereins „Hildesheim blüht auf“, während ein Schwimmelement nach dem anderen im Wasser landet. „Endlich kann man den Hohnsensee aus nächster Nähe erleben.“ Konkrete Pläne für den Steg gab es schon seit dem vergangenen Jahr, Ideen zur Weiterentwicklung des Sees als Naherholungsgebiet existieren bereits seit zehn Jahren. Bislang fehlte aber das Geld; die Fördermittel, die der Stadt zur Verfügung standen, waren zunächst in die Umgestaltung der Wallanlagen und des Ehrlicher-Parks geflossen.

Viele Spenderinnen und Spender finanzieren den Steg

Matthias Jung spricht denn auch von einem „Kraftakt“ mit Blick auf die Finanzen, der aber durch viele Spenderinnen und Spender – sowohl einzelne Personen als auch Unternehmen – geschultert werden konnte: Insgesamt 50.000 Euro kostet der neue Steg und er wäre noch teurer gewesen, hätten nicht viele der beteiligten Unternehmen dem gemeinnützigen Verein ihre Kosten erlassen. „Ich freue mich, dass so viele Hildesheimerinnen und Hildesheimer den Steg durch ihre Spenden mit tragen“, betont Jung.

In den nächsten Tagen beginnt die Lebenshilfe damit, die Terrasse, den Steg und die schwimmende Plattform mit Elementen in Holzoptik zu verkleiden. Diese bestehen aus recyceltem Kunststoff, wodurch die Anlage laut Architekt Jung wetterfest und wartungsarm sei. Wann genau die Lebenshilfe mit dieser Arbeit fertig ist, steht momentan noch nicht fest, Jung rechnet aber im Laufe der nächsten Woche damit.

Ein wenig Geduld ist noch gefragt

Und wann können die Hildesheimerinnen und Hildesheimer dann auf dem Wasser gehen? Erstmal ist der Steg noch durch einen Bauzaun abgesperrt; bevor er freigegeben wird, muss der Verein die Anlage erst der Stadt als Spende übergeben. Damit ist in Zukunft das Rathaus für Wartung und Sicherung zuständig. Und apropos Sicherheit: Jung weist schon jetzt darauf hin, dass es nicht erlaubt ist, vom Steg in den See zu springen. Das Wasser ist hier nicht tief genug und der Boden voller großer Steine. Ein entsprechendes Schild werde vor der Freigabe noch aufgestellt.

Sobald die Verkleidung fertig ist, möchte Jung einen Termin mit der Verwaltung ausmachen und plant dann eine offizielle Eröffnung. Lange dauern werde es nicht mehr, versichert der Architekt und zeigt in Richtung der Jowiese: Dort gehe die Sonne unter, schon bald könne Hildesheim den Sonnenuntergang also direkt vom Wasser aus erleben. „Es wird auch ein romantischer Ort.“

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