Läuten in der Nacht

Deshalb läuteten in der Nacht in Hildesheim Kirchenglocken

Hildesheim - In der Nacht zu Montag läuteten in Hildesheim etwa eine Viertelstunde lang Kirchenglocken – und brachten so manchen um den Schlaf. Was war der Grund?

Auf dem Archiv-Foto ist die Zwölf-Apostel-Kirche dicht besetzt – doch in der Nacht war sie völlig leer, als die Glocken plötzlich zu läuten begannen und einige Menschen aus dem Schlaf rissen. Foto: HAZ-Archiv

Hildesheim - So mancher Hildesheimer ist wohl in der Nacht wegen des Geläuts geweckt worden. Darunter war auch Rüdiger Lüßenhop, der sich an die HAZ wandte: „Zuerst hatte ich überlegt ob eventuell der Papst verstorben sein könnte, verwarf diesen Gedanken jedoch recht schnell, da das Geläut offensichtlich von einer evangelischen Kirche kam und der Papst dort ja bekanntlich nicht zuständig ist.“

Tatsächlich hatte das Läuten einen ganz banalen Grund. Einen technischen Defekt nämlich, wie Nils Heberle, Küster der Zwölf-Apostel-Kirche im Bockfeld, berichtet: „Wir hatten einen Fehler in der Zeitschaltuhr.“ Und der sorgte eben dafür, dass mitten in der Nacht, gegen ein Uhr, die Glocken läuteten.

Viertelstunde Läuten

Kirchenvorstandsmitglied Jörg Sahrhage, der ganz in der Nähe der Kirche wohnt, wurde selbst auch von dem Läuten geweckt. Er eilte sofort zur Kirche, um das Läuten abzustellen. „Ich habe die Zeitschaltuhr rausgezogen und dann war Ruhe.“ Etwa zehn bis 15 Minuten habe das Läuten insgesamt gedauert, schätzt er.

Küster Heberle ist auch von mehreren Menschen wegen des nächtlichen Vorfalls angesprochen worden. „Wir werden neue Zeitschaltuhren kaufen“, kündigt der Küster an: „Wir hoffen, dass es dann nicht mehr passiert.“

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