Hildesheim - Das Warten hat ein Ende, endlich geht es los. Um 14 Uhr startet am Samstag die Hildesheimer Jazztime vor dem Stadttheater – Auftakt für drei Tage kostenlose Live-Musik, entspannte Stunden mit Familie und Freunden und jede Menge Begegnungen.
Für so ziemlich jeden Geschmack sollte etwas dabei sein, zehn Bands decken ein großes Spektrum zwischen Blues, Americana, Swing, Sinti Jazz, Rock und Fusion ab. Gleich zum Start erwartet das Publikum ein Leckerbissen. Das schwedische Trio Baskery verpasst amerikanischer Rootsmusik eine Frischzellenkur. Rockabilly-Elemente treffen auf Country, atemberaubendes Tempo auf zarte Songs. Die drei Schwestern Greta, Stella und Sunniva Bondesson sind ein pures Energiebündel und virtuose Instrumentalistinnen obendrein.
Anschließend entführen Jürgen Attig & Voyage in die Welt des Sinti Swing, bevor die Bluesanovas den Open-Air-Schlusspunkt des ersten Tages setzen. Abends geht es im Theater zwar noch weiter mit Rebecca Bakken, doch ihr Galakonzert ist restlos ausverkauft. Übrigens ist am Nachmittag mit Regenschauern zu rechnen. Der HAZ-Tipp: Regenjacken, Ponchos oder Schirme einpacken, damit nicht ein paar Tropfen die Laune vermiesen. Was man sonst noch zur Jazztime wissen sollte? Die HAZ beantwortet die wichtigsten Fragen.
Was kostet der Besuch auf der Hildesheimer Jazztime?
Die Besucherinnen und Besucher können das Open-Air-Gelände vor dem Theater betreten, ohne Eintritt zu bezahlen. Nur für die Gala-Konzerte am Abend im Theater muss man Tickets erwerben. Das Konzert von Rebekka Bakken ist schon seit langem ausverkauft. Für die Preisträger des HI FIVE Jazz Music Award gibt es noch Karten im Vorverkauf ab 41,90 Euro. An der Abendkasse kosten die Karten dann ab 47 Euro.
Was gibt es zu essen?
Bei den Gerichten halten die Jazztime-Macher den bekannten Caterern die Treue. Es gibt wieder Brat- und Currywurst, Pommes, Gyros, Döner und Pilzpfanne. Auch der beliebte Eiswagen, an dem sich bei gutem Wetter gerne mal lange Schlangen bilden, ist wieder vor Ort. Neu ist ein Stand vom Restaurant Paxino, der den Besucherinnen und Besuchern Nudelgerichte anbietet.
Was kosten die Getränke?
Die Getränkepreise sind nach Angaben von Festival-Chef Waldemar Lorenz gegenüber den Vorjahren stabil geblieben. Es gibt nicht wie in den meisten Gastronomien Preiserhöhungen. Ein Bier (0,3 l) kostet 3,50 Euro, ein Weizenbier (0,5 l) 5,50 Euro. Limonaden und Wasser (0,3 l) bekommt man für 2 Euro. Ein 0,2-Liter-Glas Wein gibt es für 3,50 Euro und ein 0,1-Liter-Glas Sekt für 2,50 Euro. Die Flasche Sekt (0,75 l) kann man für 15 Euro erwerben. Auf Gläser und Flaschen wird Pfand erhoben.
Was kosten die Pins und wie viele Pin-Kids sind unterwegs?
Die Pins kosten auch wie im Vorjahr 4 Euro. An den Festivaltagen können unterschiedliche Pins erworben werden. Es sind mindestens vier Pin-Kids auf dem Gelände unterwegs, um sie unter die feiernde Masse zu bringen. Durch den Verkauf der Pins wird das Festival zu großen Teilen finanziert.
Wie reisen die Besucherinnen und Besucher am besten an?
„Zur Jazztime kommt man am besten zu Fuß, mit dem Rad oder mit Öffis“, sagt Waldemar Lorenz vom Cyclus 66, der das Festival organisiert.
Wer eine weitere Anreise hat und dafür unbedingt das Auto nehmen möchte, kann die gebührenpflichtigen Parkplätze und Parkhäuser in der Innenstadt nutzen. In direkter Theaternähe gibt es erfahrungsgemäß nicht viele kostenlose Parkmöglichkeiten.
Was sollten die Besucherinnen und Besucher mitbringen?
Viele Gäste bringen Decken oder Klappstühle mit, um es sich bei gutem Wetter auf den Wiesen rund um das Theater gemütlich zu machen. Familien sollten Hörschutz für ihren Nachwuchs dabei haben – und vielleicht auch ein paar Spiele, denn die Angebote für Kinder sind bei der Jazztime traditionell übersichtlich.
Was passiert bei schlechtem Wetter?
Im vergangenen Jahr schien die Sonne an allen Jazztime-Tagen ohne Pause auf das Festivalgelände. In diesem Jahr fällt der Wetterbericht nicht so positiv aus. Es ist zwar kein Dauerregen angesagt, aber es kann immer mal wieder Schauer geben. „Wir beobachten das Wetter aktuell vor Ort“, sagt Waldemar Lorenz, „bei Sturmgefahr, in Verbindung mit einem Gewitter, wird die Veranstaltung eventuell für die Dauer des Ereignisses unterbrochen.“
