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Corona-Schnelltests: Endlich in die Pötte kommen

Hildesheim - Statt beim Aufbau einer Teststrategie Vorreiter zu werden, wartet der Landkreis Hildesheim wieder einmal auf eine neue Verordnung des Landes. Nur gut, dass es Apotheker wie Frank Denecke gibt, die einfach handeln, findet HAZ-Redakteur Norbert Mierzowsky.

Schnelltests selber machen? Die Andreas Apotheke bietet nun ein eigenes Testzentrum. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - Ein Jahr Corona und erst jetzt wird über eine Teststrategie gesprochen. Und? Der Landkreis wartet ab, bis das Land Niedersachsen eine Verordnung getextet hat. Wie bitte? Die Aufgabe ist glasklar: mit Tests die Menschen sicherer in der Pandemie zu machen.

Viele Apotheker in Stadt und Landkreis Hildesheim sind bereits seit Tagen am Start oder fangen jetzt an, in ihren Geschäften zu testen. Der Landkreis, der für die Gesundheitsfürsorge der Menschen zuständig ist, rührt – mit Verlaub – keinen Finger, um zum Beispiel eigene Testzentren zu schaffen. Helfer gebe es wahrscheinlich genug, um die Behörde zu unterstützen.

Vor einem Jahr hat es eine einzige Ärztin, Lisa Federle, in Tübingen geschafft, mobile Tests mitten in der Stadt anzubieten. Es geht doch. Worauf wartet eigentlich eine Behörde, zu deren Kernkompetenzen es gehören sollte, Verordnungen selbsttätig in praktikable Lösungen zu verwandeln?

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