Hildesheim - Die Flugschule Aerowest hat ihre Niederlassung am Flugplatz wieder geschlossen. Geschäftsführer Roman Niedworok und sein Team waren Mitte 2021 auf den Hildesheimer Markt gedrängt, hatten eine Halle unweit des Towers angemietet, Flugzeuge in Hildesheim stationiert und angekündigt, innerhalb der nächsten drei Jahre mindestens 1 Million Euro investieren zu wollen.
Doch daraus wurde nichts. Zwar meldete der Geschäftsführer, der zu dem Zeitpunkt im Hauptberuf Frachtflugzeuge um die Welt steuerte, noch im Oktober 2021 Vollauslastung seiner Flugschule. Doch heute ist die Niederlassung verlassen. Aus privaten Gründen habe er sein Unternehmen verkleinert und die Niederlassung am Hildesheimer Flugplatz schon vor Monaten geschlossen, erklärt Geschäftsführer Niedworok auf Nachfrage der HAZ. Nach wie vor seien er und seine Mitarbeitenden regelmäßig zu Schulungszwecken und zum Betanken der Flugzeuge in Hildesheim. Aber um eine komplette Niederlassung aufrecht zu erhalten, fehle ihm einfach die Zeit. „Wir sind mit Hildesheim im Guten auseinandergegangen.“
Unternehmen verschenkt Material an Kunden
Niedworok hatte vor zwei Jahren eigens ein Ausbildungsflugzeug gekauft und nach Hildesheim überführen lassen. „Wir würden gern zügig expandieren“, hatte er der HAZ damals gesagt. Doch daraus wurde nichts – zumindest nicht, was Hildesheim angeht.
Material aus der Niederlassung habe er zum Teil an Kunden verschenkt. Seine überwiegend freiberuflich tätigen Mitarbeitenden seien jetzt in der Braunschweiger Zentrale tätig. Von Hildesheim schwärmt der Mann, der inzwischen keine Frachtflugzeuge mehr fliegt, sondern beim Luftfahrtbundesamt arbeitet, nach wie vor. Insbesondere, was das Betanken der Maschinen angehe, sei Hildesheim deutlich attraktiver als etwa Braunschweig.
