Hannover - Es ist ein umweltfreundliches Transportmittel – und nun gibt es auch für Privatleute Zuschüsse zur Anschaffung eines Lastenrades. Bis zu 800 Euro können sie erhalten, wenn sie sich für den Kauf eines solches Rades entscheiden. Das niedersächsische Verkehrsministerium hat jetzt ein entsprechendes Förderprogramm aufgelegt. Insgesamt stehen dafür in diesem Jahr 700.000 Euro zur Verfügung.
Lastenräder: Förderung in Niedersachsen
Gefördert werden Lastenräder für Einzelpersonen und für private Sharing-Systeme. Drei Varianten sind denkbar: 800 Euro können Interessierte beantragen, die sich ein E-Lastenrad oder ein Lasten-S-Pedelec zulegen möchten. Bei Rädern ohne elektrische Unterstützung sind 400 Euro förderfähig. Wichtig ist, dass das Gefährt auch tatsächlich zum Transport von Gütern genutzt wird. Wer damit Personen umherfahren will – zum Beispiel in einer Riksha – ist nicht antragsberechtigt. Zu kommerziellen Zwecken darf ein Lastenrad, für das ein Zuschuss gewährt wird, ebenfalls nicht genutzt werden.
Die Anträge können bis zum 31. Dezember dieses Jahres über das elektronische Kundenportal der NBank gestellt werden.
Bund fördert Unternehmen
Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) hofft, das der diesjährige Fördertopf möglichst ausgeschöpft wird. „Mit unserer Förderung wollen wir dazu beitragen, dass künftig noch mehr Menschen gerade auf kurzen Strecken vom Auto aufs Lastenrad umsteigen und dass auch Warentransporte auf das umweltfreundliche Lastenrad verlagert werden“, sagt er.
Für Unternehmen, die sich für dieses Verkehrsmittel interessieren, gibt es bereits ein eigenes Förderprogramm des Bundes. Künftig könnte aber auch die Förderung privater Lastenräder durch Bundesgeld möglich werden: Die Grünen hatten schon im Sommer vor der Bundestagswahl eine entsprechende Forderung in die politische Diskussion gebracht.
Von Juliane Kaune
