Eime/Kreis Hildesheim - Der Versuch, im Landkreis Hildesheim eine freie Schule in Trägerschaft eines Elternvereins zu etablieren, ist vorerst gescheitert. Für den vorgesehenen Standort, die ehemalige Sonnenberg-Grundschule in Eime, bekamen die Initiatorinnen nicht das nötige Geld zusammen. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Initiative über ihre Facebook-Präsenz veröffentlicht hat. Nachfragen dazu beantwortete die Gruppe bis zum Freitagabend nicht.
Start zunächst verschoben
Ursprünglich hatten die Macherinnen um Lara Fischer aus Segeste bereits mit diesem Schuljahr starten wollen. Doch dann mussten sie den Auftakt verschieben – wobei es zunächst so aussah, als gehe es nur um einige Wochen. „Der Start soll definitiv noch in diesem Jahr erfolgen“, sagte Fischer im August. Und auch die Landesschulbehörde, die das Vorhaben genehmigen musste, zeigte sich damals zuversichtlich. Genug Schüler hätte es gegeben – mehr als 35 Interessenten hatten sich für das reformpädagogische Projekt gemeldet, in das die Initiatorinnen über Jahre viel Arbeit gesteckt hatten.
Der Knackpunkt war das Geld. Die Initiative hatte auf ein Gründungs-Darlehen der GLS-Bank gesetzt. Doch die sagte am Ende nicht zu: Den Verantwortlichen erschien die nächste freie Schule, die sich in Coppenbrügge befindet, zu nah. Der Versuch, über Bürgschaften, Spenden- und Sammelaktionen die nötige Summe zusammenzukratzen, scheiterte ebenfalls.
Partner in Hildesheim
Aufgeben will die Initiative deshalb aber nicht. Sie hat sich inzwischen fest mit der Freien Schule Tausendfach zusammengeschlossen, einer Initiative, die in Hildesheim ein ähnliches Projekt verwirklichen will – möglichst mit Beginn des nächsten Schuljahres. Fischer und Co. suchen für ihr Vorhaben nun einen anderen Standort im südöstlichen Landkreis Hildesheim – weit genug weg von Coppenbrügge – und wollen sich im Erfolgsfall erneut um ein Darlehen der GLS-Bank bemühen.
Teil der Finanzierung ist auch ein Schulgeld. Schafft es die Schule, mindestens drei Jahre in Betrieb zu bleiben, kann sie zudem auf staatlich Unterstützung zählen. Diese Übergangsphase muss derzeit auch das CJD Elze mit seiner im vergangenen Sommer eröffneten neuen Realschule in der Saalestadt bewältigen.
