Auf der Lilie

Für Frieden in der Ukraine: Hildesheimer demonstrieren auf der Lilie

Hildesheim - Sie sorgen sich um den Frieden in Europa: Vier Hildesheimer Organisationen luden für Sonntag, 27. Februar, um 17 Uhr zu einer Kundgebung ein. Etwa 500 Menschen sind ihr gefolgt.

Gemeinsam rufen Pulse of Europe, Junge Union, Jusos und Junge Liberale zu einer Kundgebugin Hildesheim auf.Chris Gossmann

Hildesheim - In der womöglich größten Demonstration seit Beginn der Coronakrise in Deutschland haben am Sonntag rund 100.000 Menschen in Berlin Frieden in der Ukraine gefordert. Ab 17 Uhr sollte es auch in Hildesheim eine Kundgebung zum Ukraine-Krieg auf der Lilie geben. Etwa 500 Menschen sind dem Aufruf gefolgt. Organisiert ist die Demonstration von Pulse of Europe, der Jungen Union, Jusos und Jungen Liberalen.



Er hat ukrainische Bekannte in Deutschland, weiß von einer Freundin in Lwiw, die am Donnerstag von der anrückenden russischen Armee flüchtete. „Wir müssen etwas tun“, findet Konstantin Gerbrich – und mit diesem Bedürfnis steht der 24-Jährige Sprecher der Hildesheimer Sektion von Pulse of Europe (PoE) nicht allein.

Gemeinsam mit PoE rief die Junge Union, die Jusos und die Jungen Liberalen für Sonntag, 27. Februar, 17 Uhr, zu einer Kundgebung auf der Lilie auf. „Um einen Zeichen für Solidarität mit der Ukraine und den Frieden in Europa zu setzen“, heißt es in einem Aufruf der vier Organisationen in den sozialen Medien. Denn dieser Frieden stehe auf dem Spiel, mahnen Gerbrich und seine Mitstreiter angesichts der Ereignisse in der Ukraine.

Unparteilich und überkonfessionell

Die vier Gruppen gingen in der Anmeldung der Kundgebung bei der Stadt von 150 Teilnehmern aus. Nun sind es mehr als dreimal so viele geworden. Das hatte Gerbrich gehofft. Er und andere hatten sich darum bemüht, die Grüne Jugend mit ins Boot zu holen. Doch diese habe keine Rolle als Mit-Veranstalter übernehmen wollen, berichtet der Pulse-of-Europe-Sprecher. Der will öffentlich nicht auf die Gründe eingehen, bedauert den Korb der Grünen Jugend aber: „Es ist schade, dass es bei einem solchen Thema Stunk gibt.“ Eine HAZ-Bitte an die Grüne Jugend um eine Stellungnahme blieb am Freitag unbeantwortet.


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Was Gerbrich wichtig ist: Unabhängig von der Parteizugehörigkeit sei am Sonntag jeder willkommen. Die Kundgebung sei überparteilich und überkonfessionell, heißt es in dem Aufruf der vier Veranstalter.

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