Hildesheim - Die Pläne sind sehr konkret, das Konzept liegt schon länger vor – doch bis zu einer großen Drive-in-Impfaktion für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zahlreicher Hildesheimer Unternehmen dauert es wohl noch etwas länger. Das Problem: Der Landkreis bekommt für seine Impfzentren auch in den kommenden beiden Wochen sehr wenig Impfstoff – und kann keine Dosen für Sonderaktionen bereitstellen, auch wenn er diese durchaus befürwortet. Das geht aus einem Schreiben, von Torsten Köhler, Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz beim Landkreis, an den Verband Unternehmer Hildesheim und das Helios Klinikum hervor.
Verband und Krankenhaus hatten gemeinsam eine oder sogar mehrere Drive-in-Impfungen geplant – nach dem Vorbild der Aktionen des Landkreises für über 70- und über 60-Jährige an zwei Wochenenden am Klinikum, bei denen tausende Impfwillige ihre erste Dosis bekamen. Ursprünglich hatten die Initiatoren den 5. Juni ins Auge gefasst, diesen aber wieder verworfen.
Nun wird fraglich, ob es überhaupt noch im Juni zu der Aktion kommen kann. Interessierte Firmen haben bei Unternehmer Hildesheim insgesamt rund 5000 Impfwillige gemeldet. Der Landkreis bekommt für Erstimpfungen aber in der nächsten Woche nur 1400 Dosen von Moderna, in der Woche darauf sogar nur deren 500. Impfstoff von Biontech und Astrazeneca wird in deutlich größeren Mengen geliefert, aber ausschließlich für anstehende Zweitimpfungen.
Noch im Juni möglich?
Angesichts der langen Wartelisten mit priorisierten Impfwilligen sowie der notwendigen Impfung von Wahlhelferinnen und Wahlhelfern könne der Landkreis keinen Impfstoff für Sonderaktionen bereitstellen, schreibt Köhler. Er verspricht, sich vor dem Hintergrund der „großen Unterstützungs-Bereitschaft lokaler Akteure“ beim Land noch einmal um mehr Impfstoff zu kämpfen, will aber aufgrund der bisherigen Erfahrungen keine allzu großen Hoffnungen wecken.
