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Grundsteuer B: Wo Hildesheim im überregionalen Vergleich rangiert

Kreis Hildesheim - Die Grundsteuer B soll nach einem neuen System berechnet werden. Unabhängig davon sieht der Verband Haus & Grund einen Trend zu starken Erhöhungen. Explodiert sei die zum Beispiel in einer Nachbarstadt von Hildesheim.

Ein Grundsteuerbescheid aus der Region. Foto: Archiv

Kreis Hildesheim - Die Grundsteuer B für bebaute Grundstücke soll in ganz Niedersachsen nach einem neuen System berechnet werden – was auch im Landkreis Hildesheim zu einem höheren Steuerbeitrag, aber auch zu einem niedrigeren führen kann. Das hängt künftig mit von der Lage des jeweiligen Grundstücks ab und von seiner Entfernung zur Infrastruktur der Kommune mit ihren Einrichtungen.

Unabhängig von der Neuberechnung sieht der Eigentümerverband Haus & Grund einen Trend zu deutlichen Erhöhungen der Steuersätze. Das geht aus einem bundesweiten Ranking der 100 größten deutschen Städte hervor, das der Verband beim Institut der deutschen Wirtschaft in Auftrag gegeben hat.

Hildesheim genau in der Mitte

Demnach liegt Hildesheim mit einem sogenannten Hebesatz von 540 genau in der Mitte auf Rang 51. Eine vierköpfige Musterfamilie, von der Haus & Grund ausgeht, zahlt dort demnach im Durchschnitt 458 Euro im Jahr. Gegenüber einer früheren Erhebung aus dem Jahr 2018 sind die Beträge in Hildesheim nicht gestiegen. Im Umland schon: in der Nachbarstadt Salzgitter sogar um 25 Prozent. Laut Verband kein Einzelfall. In Offenbach sei die Grundsteuer im selben Zeitraum um 49 Prozent in die Höhe geschossen.

Die Grundsteuerlast sei in einigen Städten geradezu „explodiert“, gibt Haus & Grund zu bedenken. Es müsse dringend gegengesteuert werden, „damit das Wohnen für Mieter und Selbstnutzer bezahlbar bleibt“.

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