Bad Salzdetfurth - Eigentlich wollen alle das Gleiche: ein neues Feuerwehrhaus in Heinde. Dass es darum nun aber Zank und Streit gibt, ist dem Bürger kaum mehr zu vermitteln. Wer hat wann was gesagt? Wer hätte wen informieren müssen? Das ist nicht mehr nachvollziehbar. Auch gegenseitige Vorwürfe und persönliche Befindlichkeiten helfen da nicht weiter.
Es bleibt ein Geschmäckle
Der Heinder Ortsrat und die örtliche Feuerwehr hätten gut daran getan, den Stadtbrandmeister frühzeitig mit an den Tisch zu holen. Andererseits hätte der auch von sich aus, einen Schritt auf die Heinder zugehen können, um bei der Standortwahl behilflich zu sein. Denn unbekannt war ihm das Thema schließlich nicht. Zudem hinterlässt es durchaus ein Geschmäckle, wenn ausgerechnet Ratsherr Heiner Schrell, Mitstreiter von Matthias Bellgardt bei der neuen Wählergemeinschaft MIB, den Antrag stellt, das Thema in die neue Legislaturperiode zu verschieben. Bis dahin könnte der Standort zwar tatsächlich noch einmal auf den Prüfstand gestellt werden – ab November ist der Stadtrat aber auch anders aufgestellt, dann könnte eine Entscheidung unter Umständen anders ausfallen. Wenn es wirklich um die Sache geht, sollten sich alle Beteiligten schleunigst an einen Tisch setzen, vernünftig Argumente austauschen – und dann zügig eine Entscheidung treffen.
Bürgermeister ist gefordert
Der Bürgermeister ist oberster Chef der Feuerwehren und der Verwaltung, da sollte es auch in seinem Interesse liegen, dass die Streitigkeiten schnell beigelegt werden. Denn am Ende ist er verantwortlich, wenn das alte Feuerwehrhaus zum Fallstrick wird.

