Hildesheim - Pünktlich zum Nikolaus starten die meisten Stände und Höfe mit dem Weihnachtsbaumverkauf in der Region Hildesheim. Wenige haben bereits am Wochenende zuvor mit dem Verkauf begonnen, vereinzelt geht’s – wie bei den Ambergauer Weihnachtsbäumen – auch erst später los.
Zumindest, was den Verkauf in Lamspringe betrifft. Denn auf dem Hof in Wohlenhausen hat die Weihnachtsbaumsaison schon begonnen. Seit dem 28. November ist hier immer freitags von 15 bis 18 Uhr der Hofverkauf geöffnet, an den letzten beiden Adventswochenenden zusätzlich von 10 bis 16 Uhr.
Die Nordmanntanne kann bis Ostern stehen
Zu den beliebtesten Weihnachtsbäumen zählt die Nordmanntanne. Rund 75 Prozent der deutschen Haushalte entscheiden sich für sie. Auf Platz zwei folgt die Blaufichte, die lange Zeit als Klassiker galt. „Durch den Harz sind die Nadeln der Blaufichte eigentlich hart und können lange halten“, sagt Almut Machens von der Weihnachtsbaumplantage Harsum, wo Kundinnen und Kunden ihre Bäume auch selbst schlagen können. Die Nordmanntanne gelte aber als robuster. „Die kann mit Wasser bis Ostern stehen“, berichtet Machens.
Das würden wohl aber die wenigsten in Anspruch nehmen: Die meisten Menschen entsorgen ihren Tannenbaum spätestens zu Beginn des neuen Jahres – dann finden in der Regel auch die Abholaktionen statt.
Manche Bäume duften nach Zimt und Mandarine
Vorteile hat die robuste Nordmanntanne trotzdem: Sie verliert bei guter Pflege erst spät ihre Nadeln und hat stabile Äste, man kann sie also schon früh kaufen. Auch schwere Weihnachtsdekoration ist für den Baum kein Problem. Ein Nachteil bleibt jedoch: Ihr Duft ist im Gegensatz zu anderen Baumarten weniger intensiv. Wer also zu Weihnachten auf das volle Aroma aus Tannenduft, Zimt und Mandarinen setzt, müsste bei der Nordmanntanne einen kleinen Abstrich machen.
Weihnachtsbaumplantagen wie in Harsum oder auch bei der Baumschule Deutschle in Nordstemmen bieten Kunden den Vorteil einer größeren Auswahl – und die Möglichkeit, jeden Baum in Ruhe zu betrachten. Hierher kommen deshalb mitunter sogar Menschen aus Hannover und Braunschweig, um den eigenen Weihnachtsbaum zu finden.
Ist der Stamm angespitzt, nimmt er das Wasser besser auf
Wer seinen Wunschbaum gefunden hat, will natürlich auch bis zum Ende der Weihnachtszeit etwas von ihm haben. Dafür sollte der Baum vom Kauf an gepflegt werden. Nach dem Transport sollte man das Netz möglichst sofort entfernen – am besten von unten nach oben. Damit können sich die Zweige wieder entfalten. Ist der Stamm noch nicht angespitzt, empfiehlt es sich, ihn um rund drei Zentimeter zu kürzen. So kann der Baum das Wasser besser aufnehmen. Bereits angespitzte Bäume kommen direkt in den Baumständer.
Bevor er geschmückt wird, sollte der Weihnachtsbaum ein bis zwei Tage in einem kühlen Raum oder draußen stehen, damit er sich langsam an die wärmeren Temperaturen im Haus gewöhnt. Für eine lange Haltbarkeit ist ein Platz fernab von Heizungen geeignet. Auch direkte Zugluft durch Fenster oder Balkontüren schadet dem Baum und lässt die Nadeln schneller schwach werden und anfangen zu rieseln.
