Hildesheim - Die Stadt lässt demnächst für rund 400 000 Euro die Parkanlage am VGH-Gebäude in der Herderstraße sanieren. Die Arbeiten sollen Anfang Februar beginnen, sie dauern voraussichtlich dreieinhalb Monate. Während dieser Zeit sind die meisten Stellflächen gesperrt. Das Parken dort ist bislang kostenlos – nach der Sanierung will die Stadt Gebühren kassieren. Ab wann genau, gebe die Verwaltung noch bekannt, sagte Sprecher Helge Miethe der HAZ.
Die Anlage ist vor allem bei Theater- und Kino-Besuchern beliebt, auch Pendler stellen dort gern ihre Wagen ab. Denn das Parken auf den rund 70 Plätzen – ein Teil davon liegt über der Erde, der andere in einer Tiefgarage – ist bislang nicht nur umsonst, sondern auch zeitlich unbefristet möglich. Die Anlage ist mehr als 40 Jahre alt, mehrere Stahlbetonteile weisen Schäden auf.
Stadt erwartet durch Gebühren Einnahme von 65000 Euro im Jahr
Die Verwaltung drängt daher schon seit längerem auf eine Sanierung. Der Rat tat sich damit angesichts der Kosten aber lange schwer: Die Politiker wollten erst die Zukunft des Parkhauses klären, bevor die Stadt dafür so viel Geld ausgibt. Die Verwaltung wiederum hatte zunächst erst das neue Parkkonzept für die Innenstadt abwarten wollen, lenkte dann aber ein: Nach ihren Berechnungen kann die Stadt mit den Parkplätzen jährlich rund 65 000 Euro einnehmen; die Ausgaben ließen sich – bei einem Unterhaltungsaufwand von jeweils 5000 Euro – nach sieben Jahren refinanzieren. Der Verwaltungsausschuss hatte darauf im November den Auftrag für die Sanierung vergeben.
Wie Stadt-Sprecher Miethe erklärt, müssten während der Arbeiten Teile des oberen Parkdecks und die Tiefgarage komplett gesperrt werden. Dies Stadt kündige dies aber unmittelbar im Vorfeld gesondert an. Von der Sanierung sind auch die Parkflächen der benachbarten VGH betroffen, die Versicherung beteilige sich an den Kosten, berichtet Miethe. Der erklärte gegenüber der HAZ, die genaue Auftragshöhe aus rechtlichen Gründen nicht nennen zu können. Im Haushalt stünden für das Vorhaben etwa 400 000 Euro zur Verfügung. Die Stadt war 2020 von 300 000 Euro ausgegangen, viele Politiker hatten schon früh gewarnt, der Betrag werde nicht reichen.
Kommunen übernimmt Bewirtschaftung der Parkplätze
Nach den Erkenntnissen eines Fachbüros gibt es Schäden am Bewehrungsstahl von statisch relevanten Wänden und Stützen in der Tiefgarage. Diese würden nun neu aufgebaut und die Abdichtung erneuert, sagte Miethe. Die Parkraumbewirtschaftung übernimmt die Stadt selbst. Sie müsse diese daher nicht ausschreiben.
