Vor mehr als 1000 Zuschauern

Hildesheimer Boxer Omar Siala gewinnt souverän die Weltmeisterschaft

Hildesheim - Es ist eine emotionale Angelegenheit in der Halle 39 gewesen. In seinem letzten Profi-Kampf erfüllte sich der Hildesheimer Superweltergewichtler Omar Siala einen Traum. Und ein weiterer Lokalmatador leistete am Samstagabend Kurzarbeit.

Der Hildesheimer Omar Siala (links) deckt seinen Gegner Miroslav Serban immer wieder mit harten Körpertreffern ein. Foto: Werner Kaiser

Hildesheim - „Omar, Omar“, schallte es immer wieder durch die Halle 39 – die Fans peitschten Omar Siala nach vorn. Und der Hildesheimer Profi-Boxer lieferte ab. Er gewann am Samstagabend souverän den Titelkampf im Superweltergewicht gegen den Tschechen Miroslav Serban. Siala kletterte danach mit dem Weltmeistergürtel der WBF aus dem Ring.

Mehr als 1000 Zuschauer verfolgten in der Arena den Kampf des 36-Jährigen. Er ließ sich von Beginn an nicht die Butter vom Brot nehmen, boxte diszipliniert und taktisch klug. Immer wieder nagelte Siala seinen viel zu passiven Gegner in einer der Ringecken fest und deckte Serban mit unangenehmen Körpertreffern ein. Das war zermürbend. Zweimal musste der Tscheche während der zehn Runden auf die Knie gehen. So waren sich die drei Wertungsrichter am Ende auch einig: Sie sahen Siala nach Punkte klar vorn – jeweils mit 100:88. Der Hildesheimer riss nach Verkündung des Urteils die Arme in die Höhe.

Siala aber nicht rundum glücklich

Aber rundum glücklich sah Omar Siala nicht aus – seine Gefühlswelt war trotz des Sieges widersprüchlich. Er hatte im Vorfeld der WM angekündigt, dass dieser Titel-Fight in der Halle 39 sein allerletzter Auftritt als Profi sein werde. Nach 71 Kämpfe beendet Siala damit seine Karriere.

„Ich habe in meiner langen Laufbahn in New York geboxt, einen Vorkampf der Klitschkos bestritten – vor 63.000 Zuschauern“, blickte Siala kurz nach dem Titelgewinn nachdenklich zurück. Ihm war sehr bewusst, dass diesmal alles ein letztes Mal gewesen ist: ein letztes Mal die Vorbereitung, ein letztes Mal die Anspannung, ein letztes Mal der Einmarsch in die Halle und ein letztes Mal das Ertönen der Ringglocke. Dann aber schaute Omar Siala auf den eben gewonnenen WBF-Gürtel und lächelte doch.



Ein zweiter Lokalmatador hatte ebenfalls am Samstag in der Halle 39 seinen Auftritt und legte Kurzarbeit ein. Im Kampf direkt vor Siala benötigte der Nordstemmer Rostam Ibrahim keine 40 Sekunden in der ersten Runde, um seinen Kontrahenten auf die Bretter zu schicken. Mit einer präzisen, wuchtigen Geraden traf der Halbschwergewichtler seinen Gegner Frank Rojas direkt aufs Kinn – und der Venezolaner fiel um wie ein Baum.

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