Kreispolitik

Hildesheimer CDU-Politikerin Laura Hopmann verzichtet auf Posten – und schlägt Nachfolger vor

Kreis Hildesheim - Die Hildesheimer CDU-Politikerin Laura Hopmann hat sich krankheitsbedingt vor Monaten vorübergehend aus der Öffentlichkeit verabschiedet. Nun legt sie ein Amt ganz nieder und schlägt zugleich ihren Nachfolger vor.

Seit Monaten hält sich Hildesheims CDU-Politikerin Laura Hopmann krankheitsbedingt von der Öffentlichkeit fern. Nun verzichtet sie sogar auf einen Posten. Foto: Tobias Koch

Kreis Hildesheim - Schon seit Monaten hält sich Laura Hopmann von der politischen Bühne fern. Aus gesundheitlichen Gründen hatte sie sich aus der Öffentlichkeit vorübergehend verabschiedet. Jetzt geht sie einen entscheidenden Schritt.

Im Juli hatte CDU-Bezirksgeschäftsführer Gero Wessel auf Anfrage der HAZ erklärt, Hopmann sei erkrankt, werde bis auf Weiteres keine Termine wahrnehmen. Die Mitglieder des Kreisverbandes seien darüber in einem Rundschreiben informiert worden. Hopmann ist Vorsitzende der Kreis-CDU und stellvertretende CDU-Bezirksvorsitzende. Die 33-Jährige sitzt zudem im Kreistag und im Landtag, wo sie umweltpolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist. Schon seit gut einem halben Jahr hat sie an keiner Sitzung mehr teilgenommen. Am Sonnabend hat sie sich nun erneut mit einem Rundschreiben an die Mitglieder des CDU-Kreisverbandes gewandt.

Keine erneute Kandidatur

„Meine gesundheitliche Situation hat sich nicht grundlegend verändert, sodass ich entschieden habe, am 4. November nicht für das Amt der Kreisvorsitzenden zu kandidieren“, schreibt Hopmann. Dabei wäre ihre Wiederwahl wohl nur eine Formalie gewesen. Erst vor zwei Jahren war sie als Nachfolgerin von Ute Bertram auf den Posten gewählt worden.

Die Entscheidung, nicht mehr anzutreten, sei ihr nicht leichtgefallen, „weil auf meiner politischen „To-Do-Liste“ noch so viele Dinge stehen und ich auch nicht vorhabe, der Politik den Rücken zu kehren“. Doch dies sei noch unumgänglich, da ihre Genesung noch eine ganze Weile Zeit und Aufmerksamkeit benötigen werde.

„Seit Frühjahr ruhen krankheitsbedingt meine politischen Aufgaben, was sowohl für mich, als auch für die Partei eine sehr schwierige Situation darstellt. Mein Dank gilt meinem Stellvertreter Max Dettmar, dem Team der Kreisgeschäftsstelle und dem geschäftsführenden Kreisvorstand, die gemeinsam so zuverlässig die Geschäfte des Verbandes führen“, erklärt Hopmann weiter und unterbreitet den Mitgliedern des Kreisverbandes auch gleich einen Vorschlag, wer ihre Nachfolge antreten könne.

CDU setzt aufs Team

Der bisherige Kreisschatzmeister Dennis Münter sei bereit, als Kreisvorsitzender zu kandidieren. „Die bisherigen Stellvertreter Max Dettmar und Sandra Flake, ich selbst und der Bürgermeister der Gemeinde Giesen, Frank Jürges, möchten ihn als stellvertretende Kreisvorsitzende im Team unterstützen und werden kandidieren“, kündigt sie zudem an. Das Wort über die Zusammensetzung des Kreisvorstandes habe aber der Kreisparteitag, der am 4. November in Hönze tage.

Das betont auch Dennis Münter ausdrücklich. „Es ist erstmal nur eine Kandidatur“, sagt er am Sonnabend im Gespräch mit der HAZ. Er hätte sich natürlich gewünscht, dass Laura Hopmann auf dem Posten weitermachen könne. Aber sein Eindruck sei, dass es für sie wichtig gewesen sei, diese Entscheidung jetzt zu fällen. „Ich glaube, sie fühlt sich wohl damit“, sagt Münter, der die Hildesheimer CDU-Stadtratsfraktion leite und Kraft dieses Amtes Mitglied im Vorstand des CDU-Stadtverbandes ist. Und es müsse ja schließlich weitergehen mit dem CDU- Kreisverband. Da fühle er sich durchaus in der Verantwortung und setze auf das Team, das nun in gemeinsamen Gesprächen für eine Kandidatur zusammengestellt wurde.

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