Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Hildesheim ist am Donnerstag auf den nächsten Tiefstand für dieses Jahr gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Morgen einen Wert von 27,9, am Mittwoch war die Inzidenz bereits deutlich von 40,6 auf 30,8 gefallen. Damit ist nicht nur klar, dass es am Montag zu Lockerungen in vielen Bereichen kommt, zum Beispiel in den Schulen.
Es könnte im Lauf der kommenden Woche noch weitere erhebliche Öffnungsschritte geben, wenn die Inzidenz weitere drei Werktage lang unter 35 bleibt. Sicher ist: Heute gilt im Einzelhandel in Stadt und Landkreis Hildesheim letztmals die Schnelltest-Pflicht, am Freitag fällt sie komplett weg.
Bundesweit setzte sich die rasante Talfahrt der Inzidenzwerte fort. Der Durchschnitt fiel noch einmal kräftig von 46,8 auf 41,0. Der niedersächsische Mittelwert ging von 34,0 auf 27,9 zurück, Hildesheim liegt also exakt im Landes-Durchschnitt. Inwieweit die Zahlen nach Pfingsten zu niedrig ausfallen, ist noch nicht ganz klar. Das RKI mahnt noch zur Vorsicht bei der Interpretation der Zahlen – bei den vom Kreis über Pfingsten gemeldeten Neuinfektionen gab es allerdings keine Ausreißer nach unten.
Hannover und Peine unter 50
Auch in der Region Hannover sank die Inzidenz am Donnerstag erneut klar von 42,8 auf 35,1. Für die Landeshauptstadt und ihr Umland ist es der dritte Werktag unter 50, Lockerungen im Einzelhandel und in vielen weiteren Bereichen am nächsten Montag werden damit immer wahrscheinlicher.
Im Landkreis Peine fiel die Inzidenz ein weiteres Mal ganz massiv von 48,2 auf 35,1. Es ist der zweite Werktag unter 50, die entsprechenden Lockerungen sind dort frühestens am nächsten Mittwoch möglich. Im Kreis Wolfenbüttel gilt das ebenso, dort fiel die Inzidenz von 38,5 auf 32,6. Und selbst Salzgitter kann mit einer Inzidenz von 44,1 (Vortag: 58,5) plötzlich auf Entspannung hoffen.
Klarer Anstieg in Holzminden
Fast alle Nachbarn meldeten Rückgänge – aber es gab auch gegenläufige Tendenzen, die zeigen, dass der aktuelle Sinkflug der Zahlen kein Automatismus ist. In Hameln-Pyrmont fiel die Inzidenz erneut von 24,9 auf 21,5 und damit am zweiten Werktag unter 35. In Holzminden dagegen gab es einen erheblichen Anstieg von 38,3 auf 52,5. Goslar verzeichnete ein leichtes Plus von 26,4 auf 28,6. In Northeim fiel der Kennwert von 46,1 auf 43,1.
Immer mehr unter 10,0
Die bundesweit niedrigste Inzidenz hat nunmehr nun der bayerische Landkreis Tirschenreuth mit 4,2. In Niedersachsen liegen mit Cuxhaven und Friesland erstmals zwei Landkreise unter zehn (beide 9,1) und damit in einem Bereich, in dem der Stufenplan des Landes keinerlei Beschränkungen mehr vorsieht, wenn die Lage so bleibt. Bundesweit liegen inzwischen zwölf Landkreise unter einer Inzidenz von 10,0. Am Vortag waren es neun. Auf der anderen Seite liegen nur noch acht deutsche Landkreise über 100.
Die höchste Inzidenz in Deutschland hat weiter die bayerische Stadt Memmingen mit 140,6. In Niedersachsen hat Emden den schlechtesten Wert, die Inzidenz dort fiel dort aber erneut massiv von 129,2 auf 88,2.
Den besten Mittelwert aller Bundesländer hat jetzt wieder Schleswig-Holstein (21,8) vor Mecklenburg-Vorpommern (22,3), den schlechtesten weiterhin Thüringen mit noch 59,0.
