Ausbreitung des Coronavirus

Hildesheims Corona-Inzidenz fällt wieder unter kritischen Wert

Kreis Hildesheim - Der Sieben-Tage-Wert liegt am Donnerstag bei 8,7. Bundes- und landesweit steigen die Zahlen aber weiter. Hannover nähert sich inzwischen rapide dem nächsten Grenzwert.

Die Maskenpflicht herrscht gerade in Innenräumen in vielen Situationen nach wie vor- schärfere Regeln wird es im Kreis Hildesheim aber zumindest diese Woche nicht geben. Foto: Chris Gossmann

Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist im Landkreis Hildesheim am Donnerstag wieder unter die kritische Marke von 10,0 gefallen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Morgen einen Wert von 8,7. Am Mittwoch war mit 10,2 die höchste Inzidenz seit fünf Wochen erreicht worden, angesichts des allgemeinen Trends schienen bald schärfere Corona-Regeln zu drohen. Doch dazu kommt es nun vorerst nicht. In den vergangenen sieben Tagen gab es im Kreis Hildesheim 24 neue laborbestätigte Fälle.

Hannover drohen mehr Beschränkungen

Bundes- und landesweit stiegen die Inzidenzen am Donnerstag weiter. Der Bundesdurchschnitt erhöhte sich von 11,4 auf 12,2, der für Niedersachsen von 12,7 auf 13,9. Die Entwicklung in Niedersachsen geht damit weiter schneller voran als auf Bundesebene.

Der Hauptgrund dafür ist die Situation in der Region Hannover. Dort stieg der Inzidenzwert am Donnerstag von 27,3 auf 32,8. Nur in elf der 401 deutschen Landkreise liegt er höher. Die Region steuert damit auf noch schärfere Corona-Regeln zu. Diese würden in Kraft treten, wenn die Inzidenz an drei Tagen hintereinander über 35 liegt.

Die Zahl der Intensivpatienten mit Covid-19 in Niedersachsen lag am Donnerstag bei 26. Das sind doppelt so viele wie vor zwei Wochen, aber nur ein Bruchteil des Jahreshöchstwertes von 320 (am 20. April). Im Kreis Hildesheim gibt es laut DIVI-Intensivregister einen Corona-Intensivpatienten, in der Region Hannover drei. Allerdings will das Land die Krankenhaus-Zahlen derzeit nicht für seinen Stufenplan der Corona-Regeln berücksichtigen und setzt allein auf die Inzidenzen.

Wolfenbüttel muss verschärfen

Im Kreis Peine stieg die Inzidenz wieder von 8,9 auf 11,9. Nachdem sie bereits von Sonntag bis Dienstag über 10,0 gelegen hatte, treten dort heute die etwas schärferen Vorgaben für Inzidenzen zwischen 10,1 und 35,0 in Kraft. Liegt die Inzidenz fünf Werktage hintereinander unter 10,0, würden wieder die bisherigen Regeln gelten.

Die schärferen Regeln gelten ab Freitag auch im Landkreis Wolfenbüttel. Dort stieg die Inzidenz von 14,2 auf 16,7. In Salzgitter stieg die Inzidenz indes wieder deutlich von 13,4 auf 19,2, im Kreis Holzminden fiel sie hingegen von 17,0 auf 12,8. Drei Nachbar-Landkreise Hildesheims liegen trotz leichter Anstiege weiter unter 10,0: Im Kreis Hameln-Pyrmont stieg die Inzidenz leicht von 6,8 auf 7,4, im Landkreis Northeim blieb sie bei 3,8 und im Kreis Goslar stieg sie deutlich von 2,2 auf 7,3.

Mehr Landkreise mit 0,0

Doch es gibt auch ermutigende Entwicklungen: Die Zahl der Landkreise mit einer Inzidenz von 0,0 ist bundesweit wieder von 13 auf 17 gestiegen, mit Friesland ist erstmals seit mehreren Tagen auch wieder ein niedersächsischer Kreis dabei. Die höchste Inzidenz in Deutschland hat nun die Stadt Solingen mit 54,0. Der bisherige Spitzenreiter, der Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz, verzeichnete einen starken Rückgang von 63,0 auf 42,0, dort sind offenbar nach einem Ausbruch vor einer Woche viele Infizierte aus der Sieben-Tage-Wertung gefallen.

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