Ausbreitung des Coronavirus

Hildesheims Corona-Inzidenz nähert sich wieder kritischer Grenze

Kreis Hildesheim - Der Kennwert liegt am Donnerstagmorgen bei 7,6. Auch bundesweit gibt es einen Anstieg – doch in Niedersachsen ist die Entwicklung besonders deutlich.

Dass Corona-Schnelltests negativ ausfallen, ist weiterhin die Regel - doch zuletzt sind die Fallzahlen wieder etwas angestiegen. Foto: Chris Gossmann

Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist am Donnerstag im Landkreis Hildesheim deutlich angestiegen, die kritische Grenze von 10,0 rückt spürbar näher. Der Kennwert stieg von 5,1 auf 7,6, wie das Land Niedersachsen am Morgen unter Berufung auf Daten des Robert-Koch-Instituts meldete. Das ist der höchste Stand seit dem 19. Juni.

In den vergangenen sieben Tagen gab es demnach insgesamt 21 Neuinfektionen im Kreis Hildesheim, am Vortag lag dieser Wert noch bei 14. Bei 28 Fällen in sieben Tagen würde die Marke von 10,0 überschritten. Liegt die Inzidenz drei Tage hintereinander – egal ob Sonn- und Feiertage oder Werktage – darüber, werden die Corona-Vorgaben für das private und öffentliche Leben in vielen Bereichen wieder verschärft. Dann würden erneut jene Vorgaben in Kraft treten, die im Stufenplan des Landes für Inzidenzen zwischen 10,0 und 35,0 vorgesehen sind. Die derzeitige Landesverordnung gilt bis zum 16. Juli. Wie es danach weitergeht, ist noch unklar.

Bundes- und landesweit stiegen die Inzidenzwerte am Donnerstag ebenfalls an. Auffällig ist dabei allerdings, dass diese Entwicklung in Niedersachsen schneller vonstatten geht als im Bundes-Durchschnitt. Während deutschlandweit die Inzidenz von 5,1 auf 5,2 kletterte, sprang sie auf Landesebene von 4,1 auf 4,6.

Null in Holzminden

Auch in mehreren Nachbarkreisen schlug sich der negative Trend nieder. In der Region Hannover stieg die Inzidenz von 6,7 auf 7,5, im Kreis Peine von 1,5 auf 3,0 und in Wolfenbüttel von 3,3 auf 5,0. In Salzgitter blieb er bei 2,9.

Im Landkreis Holzminden blieb die Inzidenz hingegen bei 0,0, dort gab es weiterhin keine laborbestätigten Fälle. Im Landkreis Northeim stieg die Inzidenz von 0,8 auf 1,5, in Goslar von 2,2 auf 3,7, in Hameln-Pyrmont blieb sie bei 3,4.

Bundesweit keine Hotspots

Die Zahl der Landkreise mit Inzidenzen von 0,0 liegt in Niedersachsen weiterhin bei fünf: Außer Holzminden gilt dies für die Landkreise Grafschaft Bentheim und Leer sowie seit Donnerstag auch für den Kreis Nienburg und die Stadt Emden. Mit Stade (12,7) und Cloppenburg (13,7) liegen zwei Landkreise inzwischen wieder über 10,0.

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