Sinkende Corona-Inzidenz

Die Corona-Regeln gelten derzeit im Landkreis Hildesheim

Kreis Hildesheim - Seit dem 2. Juni gelten im Kreis Hildesheim die Corona-Regeln für Inzidenzen unter 35. Am 5. und 19. Juni traten Ergänzungen in Kraft. Sie sind hier eingearbeitet.

Die Corona-Inzidenz im Kreis Hildesheim liegt weit unter 35, damit gelten ab Mittwoch weitreichende Lockerungen. Foto: Tarek Abu Ajamieh

Kreis Hildesheim - VFür Hildesheim gelten aktuell die Regeln für Inzidenzen unter 35,0. Die Übersicht:

Kontakte: Zehn Personen aus bis zu zehn Haushalten dürfen zusammenkommen, Kinder bis 14 Jahren werden ebenso wenig mitgezählt wie vollständig Geimpfte oder Genesene. Auch bei einer höheren Inzidenz können bis zu zehn Kinder bis zum Alter von 14 Jahren aus beliebig vielen Haushalten mit Erwachsenen aus einem Haushalt zusammenkommen – und einen Geburtstag feiern, zusammen einen Freizeitpark besuchen oder etwas anderes zusammen unternehmen. Geimpfte und Genesene werden, wie in anderen Bereichen auch, dabei nicht mitgezählt – ist also ein Kind dabei, das eine Corona-Infektion überstanden hat, können sich auch elf Kinder treffen.

Private Feiern: Groß angelegte private Feiern sind wieder möglich – egal, ob es sich um eine Familienfeier, ein Abitur-Jubiläumstreffen oder einen anderen Anlass handelt. Wichtig ist: Die Zusammenkunft muss organisiert sein, das heißt, als geschlossene Gesellschaft in einem Gastronomiebetrieb stattfinden. Dann sind maximal 100 Gäste erlaubt.

Allerdings müssen alle Gäste einen negativen Schnelltest, eine doppelte/vollständige Impfung oder eine Genesung nachweisen. Nur Kinder bis einschließlich 14 Jahren sind davon ausgenommen. Das war zunächst nicht klar geregelt.

Findet die Feier draußen statt, herrscht keine Maskenpflicht, diese gilt nur in geschlossenen Räumen. Wird drinnen gefeiert, darf der Mund-Nasen-Schutz am Sitzplatz abgenommen werden. Geht jemand durch den Raum oder will tanzen, muss er die Maske dafür aufsetzen. Auch sollen die Gäste die herrschenden Abstandsregeln einhalten. Praktisch müssten sich also Zehnergruppen zusammenfinden und zu anderen Gruppen anderthalb Meter Abstand wahren. Und beim Tanzen ist also neben der Maske auch Zurückhaltung bei der Partnerwahl angesagt.

Für Feiern auf privatem Grund und Boden sowie in Vereinsheimen, Dorfgemeinschaftshäusern oder ähnlichen Einrichtungen gelten die allgemeinen Kontaktbeschränkungen. Im eigenen Garten dürfen also nur die maximal zehn Personen aus maximal zehn Haushalten (plus Kinder bis 14 plus Geimpfte und Genesene) oder eben bis zu zehn Kinder bis 14 Jahren aus beliebig vielen Haushalten zusammenkommen.

Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen: Keine Beschränkung der Teilnehmerzahl bei Zeremonien wie Hochzeit, Taufe oder Beerdigung. Gemeindegesang erlaubt. Bei der anschließenden Feier/Zusammenkunft bis zu 100 Personen erlaubt (siehe private Feiern).

Schulen: Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie sonstiges Personal müssen sich weiterhin zweimal wöchentlich testen lassen. Die Maskenpflicht im Unterricht ab Sekundarstufe I fällt weg, die Maske muss nur noch in eigens gekennzeichneten Bereichen getragen werden. Auf dem Außengelände gibt es keine Maskenpflicht mehr.

Kitas: Es muss keine Maske mehr getragen werden. Die Kindertagesstätten arbeiten im Regelbetrieb. Freiwillige Schnelltests des Personals sind nicht mehr vorgesehen.

Einzelhandel: Keine Erfassung der Kontaktdaten, keine Beschränkung der maximalen Kundenzahl je nach Größe des Geschäfts mehr. Das heißt: Supermärkte müssen keine Einkaufswagen mehr sperren, Einzelhändler keine Einlasskontrolle mehr machen. Das Tragen einer medizinischen Maske ist weiterhin Pflicht. Beschränkungen können sich lediglich aus dem Hygienekonzept des einzelnen Betreibers ergeben, direkte staatliche Vorgaben gibt es nicht mehr. Ab 21. Juni entfällt die Maskenpflicht auf Parkplätzen.

Gastronomie: Die Testpflicht entfällt beim Besuch in Restaurants komplett. Seit Montag gilt sie in der Außengastronomie schon nicht mehr. Ab Mittwoch können die Gäste auch in den Innenräumen essen und trinken, ohne einen negativen Schnelltest, eine doppelte/vollständige Impfung oder eine Genesung nachweisen zu müssen.

Allerdings müssen sie weiterhin ihre Kontaktdaten hinterlassen. Das Land fordert, dass dies möglichst auf digitalem Wege, also mit Apps wie Luca, geschehen kann – wie es viele Gastronomen bereits anbieten. Wer kein Smartphone hat, kann sich aber auch weiterhin auf Papier registrieren.



Im Innenbereich von Restaurants und Gaststätten fallen staatliche Kapazitätsbegrenzungen weg. Theoretisch dürfen Gastronomen damit wieder alle Sitzplätze belegen. Allerdings brauchen sie Hygienekonzepte zur Wahrung der allgemeinen Abstandsregeln – was dazu führen kann, dass ein Restaurant doch noch nicht komplett ausgelastet wird. Ein Mund-Nasen-Schutz ist nur in den Innenräumen Pflicht, wobei die Maske am Platz abgenommen werden kann. Draußen dürfen sich die Gäste auch ohne Maske von ihren Plätzen fortbewegen. Die Vorschrift, dass eine Bewirtung ausschließlich am Tisch zulässig ist, fällt ab Mittwoch weg.

Bars, Discotheken, Clubs: Dürfen ab Mittwoch wieder ihre Türen öffnen. Für sie gelten allerdings strengere Regeln als für Gaststätten: Erlaubt ist nur die Hälfte der möglichen Besucherzahl – und wer hinein will, muss Negativ-Schnelltest, Doppel-Impfung oder Genesung dokumentieren können. Zudem herrscht, außer am Platz, Maskenpflicht – also auch auf der Tanzfläche. Das war zunächst nicht so geregelt, wurde aber ergänzt.

Sport, Fitnessstudios: Drinnen wie draußen ist Sport, auch Kontaktsport, für alle Altersgruppen ohne Testpflicht und Begrenzung der Teilnehmerzahl möglich. Auch Umkleiden und Duschen können wieder genutzt werden, Hygienekonzepte sollen Gedränge an Eingängen und sanitären Anlagen verhindern, weitere Beschränkungen gibt es nicht mehr.

Schwimmbäder: Dürfen drinnen wie draußen wieder ohne Testpflicht und ohne Begrenzung der Besucherzahl öffnen. Beschränkungen können sich lediglich aus dem Hygienekonzept des einzelnen Betreibers ergeben, direkte staatliche Vorgaben gibt es nicht mehr.



Saunen: Dürfen wieder öffnen.

Zoos und Tierparks: Es gibt keine Beschränkung der Besucherzahl und keine Testpflicht mehr, Maskenpflicht herrscht nur in Innenräumen. Damit kann auch das Hildesheimer Wildgatter wieder öffnen – und will das auch am Mittwoch tun.

Theater, Kinos, Konzerthäuser: Die Testpflicht entfällt. Hier gilt die sogenannte Schachbrettbelegung mit einem Abstand von einem Meter. In geschlossenen Räumen ist das nur mit einer Lüftungsanlage erlaubt. Das Theater für Niedersachsen ist schon wieder aktiv, das Thega will erst in etwa vier Wochen öffnen.

Museen, Galerien, Ausstellungen: Testpflicht und Beschränkungen der Besucherzahl entfallen, die Maskenpflicht in den Innenräumen bleibt.

Kulturelle und touristische Einrichtungen (drinnen): Testpflicht und Beschränkungen der Besucherzahl entfallen, die Maskenpflicht in den Innenräumen bleibt.

Veranstaltungen (etwa Sport): Drinnen sind bis zu 500 Personen ohne Genehmigung erlaubt, wenn alle sitzen können, darüber wäre eine Extra-Genehmigung nötig. Die Höchstgrenze liegt dabei aber ab einer Kapazität von 1700 Sitzplätzen bei 30 Prozent der Zuschauerplätze. Am Platz dürfen Besucher die Maske absetzen. Wenn das Publikum ganz oder teilweise steht, sind 100 Besucherinnen und Besucher die Höchstgrenze.

Draußen sind Veranstaltungen ebenfalls mit bis zu 500 Besuchern – egal ob sitzend, stehend oder gemischt – genehmigungsfrei. Darüber ist eine Extra-Genehmigung nötig, es gibt aber keine Höchstgrenze beim Publikum. Die zunächst herrschende Vorgabe, dass ab 250 Personen der Zugang nur mit Schnelltest möglich sei, wurde wurde wieder gekippt: Seit Samstag, 5. Juni herrscht bei Freiluft-Veranstaltungen bis zu 500 Besuchern keine Testpflicht mehr.

Gottesdienste: Gemeindegesang ist ab sofort wieder erlaubt. Ansonsten gilt weiterhin, dass die Maske am Sitzplatz abgenommen werden kann.

Beherbergung: Hotels, Campingplätze, Jugendherbergen und andere Einrichtungen dürfen wieder mit voller Auslastung Besucher empfangen. Bei Anreise muss ein Schnelltest gemacht werden, außerdem zweimal pro Woche während des Aufenthalts.

Aus- und Fortbildung: Außerschulische Bildungseinrichtungen wie Volkshochschulen und Musikschulen, aber auch Fahr- und Flugschulen dürfen Präsenzbetrieb machen, die Testpflicht entfällt.

Musik: Chöre und Bläser-Ensembles dürfen drinnen wie draußen wieder in kompletter Besetzung proben, auch Schnelltests sind nicht mehr erforderlich. Bei Chören und Bläserensembles gilt die besondere Vorgabe, anderthalb Meter Abstand zwischen den Musikern und drei Meter Distanz zum musikalischen Leiter zu wahren.

Anmerkung der Redaktion: In der ersten Version dieses Artikels hieß es, Bläser und Chöre müssten sich drinnen weiter auf Proben in Kleingruppen mit maximal vier Personen beschränken. Dies basierte auf einer Fehlinterpretation der neuen Landesverordnung. Eine ausführliche Darstellung der nun herrschenden Regeln finden Sie hier.

Altenheime: Besucher müssen sich ab heute keinem Schnelltest mehr unterziehen oder ein negatives Testergebnis nachweisen. Allerdings werden die meisten Heime dies zur Sicherheit weiter anbieten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen aber weiter an jedem Tag getestet werden. Friseurinnen, Fußpfleger und weitere Dienstleister müssen negative Schnelltests, Impfungen oder Genesungen nachweisen. Wer jemanden besuchen möchte, muss sich weiterhin vorher anmelden.

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