Hildesheim - Das Verfahren für den dritten Hildesheimer Autobahnanschluss tritt auf der Stelle: Die Untersuchung, ob es wirtschaftlicher ist, eine neue Auf- und Abfahrt zu schaffen oder den bestehenden Anschluss bei Drispenstedt auszubauen, liegt der Stadt noch nicht vor. Die geht nach Angaben von Sprecher Helge Miethe derzeit davon aus, dass sich der Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestages voraussichtlich im Oktober mit dem Papier befassen kann.
Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung war vom Bundesrechnungshof beim Bundesverkehrsministerium angemahnt worden, der Rechnungsprüfungsausschuss hatte sich die Forderung zu eigen gemacht. Der Hildesheimer SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Westphal, der in dem Gremium für den Anschluss wirbt, hatte gehofft, dieses könne sich im Mai mit dem Thema befassen, die Stadt war allerdings von vornherein skeptisch gewesen – zu Recht, wie sich jetzt gezeigt hat. Und wenn die Untersuchung dann vorliege, müsse sie zunächst mit mehreren Behörden abgestimmt werden, betont Stadt-Sprecher Miethe.
Hildesheimer FDP versucht, politisch Druck zu machen
Derweil versucht die Hildesheimer FDP, auf politischem Wege Druck zu machen: Sie erwartet demnächst den niedersächsischen FDP-Bundestagsabgeordneten Konstantin Kuhle, um mit ihm über den Anschluss zu sprechen. „Die Stadt braucht ihn“, betont FDP-Ratsherr Michael Kriegel.
