Ausbreitung des Coronavirus

Hildesheims Inzidenz fällt weiter – klarer Anstieg in Hannover

Kreis Hildesheim - Der Corona-Kennwert für den Landkreis Hildesheim liegt am Donnerstag bei 949. Nach vielen Wochen ist Thüringen nicht mehr das Bundesland mit den niedrigsten Zahlen.

Die Corona-Zahlen im Landkreis Hildesheim liegen weiter klar über dem bundes- und landesweiten Durchschnitt. Foto: Felix Kästle/dpa

Kreis Hildesheim - Die offizielle Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist im Landkreis Hildesheim am Donnerstag weiter gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab die Hildesheimer Inzidenz am Morgen mit 949 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner an. Am Mittwoch hatte der Wert noch bei 995 gelegen. Auch bundesweit gingen die Zahlen weiter zurück.

Das RKI registrierte für den Mittwoch 413 positive PCR-Tests im Kreis Hildesheim. Hinzu kamen zwölf Nachmeldungen für Montag und Dienstag. Gleichzeitig fielen aber 553 Fälle vom Mittwoch vergangener Woche aus der Wertung.

Warum der Absturz in Peine?

Die bundesweite Inzidenz fiel gegenüber Mittwoch von 652 auf 630. Der Kennwert für Niedersachsen ging von 724 auf 710 zurück – eine deutliche Zunahme in der bevölkerungsreichen Region Hannover bremste den Rückgang aus. Allerdings gehen Fachleute unverändert von einer hohen Dunkelziffer aus. Denn es dürfte in den Ferien weniger Tests geben. Ein weiterer Grund: Viele Menschen lassen einen positiven Corona-Schnelltest nicht mehr durch einen PCR-Test bestätigen.



In der Region Hannover stieg die Inzidenz durch zahlreiche Nachmeldungen für den Dienstag wieder deutlich von 557 auf 676. In allen anderen Hildesheimer Nachbarkreisen gingen die offiziellen Corona-Inzidenzwerte weiter zurück. Im Einzelnen – Landkreis Peine: 857 statt 932. Landkreis Wolfenbüttel: 867 statt 910. Landkreis Hameln-Pyrmont: 716 statt 733. Landkreis Holzminden: 595 statt 664. Landkreis Goslar: 866 statt 997. Landkreis Northeim: 766 statt 814. Stadt Salzgitter: 819 statt 916.

Entspannung in den Hotspots

Auch in den am stärksten mit Corona belasteten deutschen Landkreisen gingen die Zahlen erneut klar zurück. Den höchsten Corona-Kennwert hat weiter der ostfriesische Landkreis Wittmund mit 1866 (Vortag: 2076), Im bayerischen Landkreis Wunsiedel fiel die Inzidenz deutlich von 1922 auf 1588. Im ebenfalls bayerischen Landkreis Hof fiel sie von 1768 auf 1576.



Die abfallende Tendenz der Fallzahlen zeigt sich auch in den Daten für die Bundesländer: Die höchste offizielle Inzidenz verzeichnet weiter das Saarland (912 statt 971), dahinter folgt weiter Bayern (840 statt 873) vor Hessen (778 statt 858). Die niedrigste Inzidenz hat nun Hamburg (359 statt 400), das Thüringen (390 statt 392) nach mehreren Wochen an der Spitze ablöste. Die dritthöchste Inzidenz meldet das RKI für Berlin (412 statt 418). Interessant wird, welche Effekt das Ende der Sommerferien in den einzelnen Bundesländern auf die offiziellen Zahlen haben wird.

Klinik-Situation stabil

Die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen in Stadt und Landkreis Hildesheim, die ein verlässlicherer Indikator als die Inzidenz ist, blieb stabil: unverändert sechs Patientinnen und Patienten mit Corona behandelt. Weiterhin zwei Betroffene mussten beatmet werden. Am Mittwoch war die Zahl der Intensivpatienten gesunken – allerdings auch dadurch, das Betroffene verstarben. Auf den Nornmalstationen im Landkreis wurden 60 Patienten mit Corona behandelt.



Die Hospitalisierungsrate in Niedersachsen fiel am Donnerstag von 14,0 auf 13,8. Dieser Wert zeigt an, wie viele Menschen binnen einer Woche wegen einer Corona-Infektion in eine Klinik gekommen sind, umgerechnet auf 100.000 Einwohner. Der Anteil der Corona-Patienten auf den Intensivstationen in Niedersachsen sank von 14,7 Prozent auf 14,4 Prozent.

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