Ausbreitung des Coronavirus

Hildesheims Inzidenz knapp unter 10,0 – gilt dieser Grenzwert bald nicht mehr?

Kreis Hildesheim - Der Kennwert für den Landkreis Hildesheim liegt am Freitag bei 9,8. Während Hannover sich der 35,0 nähert, plant das Land offenbar eine Verschiebung der Grenzwerte.

Die Inzidenz im Kreis Hildesheim ist am Freitag wieder gestiegen, der Wert ist aber noch einstellig. Foto: Werner Kaiser

Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist im Landkreis Hildesheim am Freitag wieder von 8,7 auf 9,8 gestiegen, bewegt sich damit aber weiter knapp unterhalb des ersten Grenzwertes im niedersächsischen Stufenplan, der bei 10,0 liegt. In den vergangenen sieben Tagen gab es im Kreis Hildesheim 27 neue laborbestätigte Fälle.

Landes- und bundesweit setzte sich der stete Anstieg der Infektionszahlen fort. Der Bundesdurchschnitt erhöhte sich von 12,2 auf 13,2, der Mittelwert für Niedersachsen von 13,9 auf 14,9. In der Region Hannover stieg der Inzidenzwert am Freitag noch einmal von 32,8 auf 34,4. Damit liegen die Landeshauptstadt und ihr Umland nur noch hauchdünn unter dem zweiten Grenzwert von 35,0. Wird er dauerhaft überschritten, sind die daraus folgenden Corona-Beschränkungen deutlich stärker zu spüren als beim Überschreiten der ersten Marke von 10,0.

Wenig Intensivpatienten

Doch das könnte sich ändern – mit Folgen für Hannover und Hildesheim gleichermaßen. Die Landesregierung erwägt, alle Stufen nach oben zu verschieben. Damit will das Land offenbar scharfe Corona-Beschränkungen in einzelnen Landkreisen verhindern und darauf reagieren, dass trotz steigender Infektionszahlen nur wenige Infizierte im Krankenhaus landen.

Die Zahl der Intensivpatienten mit Covid-19 in Niedersachsen lag am Freitag bei 27, das war einer mehr als am Vortag. Neun von ihnen mussten beatmet werden. Im Kreis Hildesheim gibt es laut DIVI-Intensivregister weiterhin einen Corona-Intensivpatienten, in der Region Hannover weiter drei.

Profitieren Hildesheims Nachbarn?

Im Kreis Peine stieg die Inzidenz wieder von 11,9 auf 14,3. Dort gelten seit Donnerstag die etwas schärferen Vorgaben für Inzidenzen zwischen 10,1 und 35,0. Vom heutigen Freitag an gilt das auch im Landkreis Wolfenbüttel. Dort sank die Inzidenz wieder von 16,7 auf 14,2. In Salzgitter fiel die Inzidenz leicht von 19,2 auf 18,2, im Kreis Holzminden fiel sie von 12,8 auf 11,4. Alle diese Landkreise könnten von einer Verschiebung der Grenzwerte profitieren und bald wieder Lockerungen bekommen, auch wenn die Inzidenz über 10,0 bleibt.

Das könnte dann auch für den Kreis Goslar gelten. Dort wurde mit einem Anstieg von 7,3 auf 10,3 am Freitag erstmals die kritische Marke überschritten. Im Kreis Hameln-Pyrmont stieg die Inzidenz leicht von 7,4 auf 8,8, im Landkreis Northeim blieb sie bei 3,8.

Friesland hält die Null

Die Zahl der Landkreise mit einer Inzidenz von 0,0 ist bundesweit von 17 auf 16 gesunken, mit Friesland ist auch ein niedersächsischer Kreis dabei. Die höchste Inzidenz in Deutschland hat weiter die Stadt Solingen mit einem Anstieg von 54,0 auf 67,8.

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