Hildesheim - Die letzte positive Nachricht, mit der die Betreiber der Arneken Galerie weithin auftrumpfen konnten, ist schon etwas länger her: Der Deal mit dem Bekleidungs-Discounter TK Maxx und dessen Einzug in das Hildesheimer Einkaufscenter liegt mehr als drei Jahre zurück. Seitdem gab es zwei schwer zu verdauende Rückschläge: Die Kette Intersport Voswinkel schloss nach Insolvenz die Filiale im Untergeschoss der Arneken Galerie – dann folgte der Schock des Saturn-Rückzugs, der erst am Samstag mit dem letzten Tag des Ausverkaufs abgeschlossen wurde. Als zwischendurch dann noch bekannt wurde, dass der der französische Betreiberkonzern des Centers, Klépierre, sein größtes Berliner Einkaufszentrum Boulevard abstößt und verkauft, fragte sich mancher, ob auch die Arneken Galerie womöglich bald aus dem Portfolio der Besitzer fliegen könnte.
Lebensmittelmarkt könnte ins Untergeschoss ziehen
Doch es sieht danach aus, dass die Besitzer auf jeden Fall am Hildesheimer Standort festhalten wollen – und demnächst auch mal wieder mit positiven Nachrichten auftrumpfen können. Denn nach HAZ-Informationen gibt es konkrete Bestrebungen, einen Supermarkt in die Arneken Galerie zu holen. Dass Lebensmittelmärkte als Kundenmagneten in Einkaufszentren gelten, ist kein Geheimnis, schon in den vergangenen Jahren gab es immer mal wieder Gespräche zwischen den wechselnden Center-Betreibern und Expansionsmanagern der großen Supermarkt-Konzerne. Allein, zustande kam ein Deal nie.
Erneut wären Umbauten notwendig
Doch aktuell laufen offensichtlich wieder Gespräche, die durchaus vielversprechend zu sein scheinen. Als Fläche kommt das frühere Intersport-Areal im Untergeschoss infrage, gerade wegen der Frisch- und Kühlwaren-Anlieferung bietet sich die leer stehende Saturn-Fläche im Obergeschoss wohl nicht an. Fest steht: Klépierre müsste noch einmal viel Geld in die Hand nehmen, um die Fläche für einen Supermarktbetrieb herzurichten – dass der Konzern zu Investitionen im großen Umfang bereit ist, wenn er sich davon einen Aufschwung verspricht, hat er zumindest beim Radikal-Umbau samt Rolltreppenverlegung für die TK Maxx-Ansiedlung bewiesen.
Ehemalige Saturn-Fläche müsste wohl geteilt werden
Und auch für die bisherige Saturn-Fläche gibt es nach HAZ-Informationen inzwischen Miet-Interessenten – einer soll auch aus der Elektronikbranche kommen, der zweite aus einem ganz anderen Bereich. Als wahrscheinlich gilt unabhängig davon, dass die Gesamtfläche von 3400 Quadratmetern auf zwei Ebenen auf jeden Fall geteilt wird und kein Nachmieter Bedarf an derart großen Räumen hat.
Wie konkret die Verhandlungen mit potenziellen Mietern sind, dazu gibt es derzeit weder aus dem Centermanagement der Arneken Galerie noch vom Betreiberkonzern Klépierre eine Auskunft.
