Holle - „Die Gruppe CDU/Grüne Bürgerliste im Rat der Gemeine war und ist über das Ausmaß der Bauarbeiten auf dem Holler Thieplatz sehr überrascht“, erklärt Gerd Samblebe, Sprecher der Gruppe. Der Umfang der Arbeiten sei nicht durch Beschlüsse der zuständigen Gremien gedeckt, erklärt der Ratsherr.
Zudem seien keine Ausführungszeichnungen vorgelegt worden. Eine entsprechende Anfrage hat die Gruppe an die Verwaltung gesendet. Falk-Olaf Hoppe (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Holle, erklärt, dass die Fragen der Gruppe in der kommenden Woche im Rahmen einer Verwaltungsausschusssitzung geklärt werden sollen.
Holprig gelaufen
Die Umgestaltung des Thieplatzes sei von Anfang an holprig gelaufen und werde dies wohl auch bis zum Ende tun, sagt Hoppe. Wichtig sei nun zu sehen, was getan werden muss, damit das Projekt rund wird.
Hoppe (CDU) betont, dass ihm der Perspektivwechsel vom CDU-Gemeinderatsmitglied zum Verwaltungschef geglückt sei. „Ich bin in die Absprachen der Gruppe nicht involviert“, erklärt er. Seiner Ansicht nach gab es in der Vergangenheit Probleme in der Kommunikation und der Transparenz. Das müsse nun aufgearbeitet werden.
Kein Einfluss auf Förderung
Erst kürzlich habe es ein Gespräch mit Vertretern des Amtes für Ländliche Entwicklung gegeben. Denn die Frage war, ob die Streichung des ursprünglich geplanten zweiten Bauabschnitts Einfluss auf die Förderung habe. Dies werde nicht der Fall sein.
Die geschätzten Ausgaben von 250000 Euro sollen maximal mit 160000 Euro gefördert werden, wie Hoppe erklärt. Der Verwaltungschef sieht die Notwendigkeit für eine großflächige Versiegelung des Platzes nicht, und damit wäre der zweite Bauabschnitt obsolet.
Auf dem Prüfstand
Geprüft werden soll nun, was ursprünglich geplant wurde und nun tatsächlich umgesetzt werden soll. So sollte im zweiten Bauabschnitt etwa ein barrierefreier Zugang von der Bertholdstraße zum Platz gebaut werden. Doch der Plan ist verworfen worden, weil eine Rampe viel zu viel Platz gekostet hätte. Nun wird die alte Treppe, die nicht mehr verkehrssicher war, durch eine neue ersetzt.
Wie Samblebe berichtet, wolle die Gruppe die Antworten der Verwaltung abwarten und dann über mögliche weitere Schritte entscheiden.
