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Ladenzeile abgerissen: So sieht es jetzt in Hildesheims Stadtteil Drispenstedt aus – und so vorher

Drispenstedt - Anblick wie vor 50 Jahren: Das Drispenstedter Einkaufszentrum ist weg. Die HAZ zeigt, wie es jetzt dort aussieht – und wie vorher. So geht es auf dem Areal weiter.

Das Drispenstedter Einkaufszentrum ist Geschichte. An seiner Stelle befindet sich jetzt eine Brache. Foto: Chris Gossmann

Drispenstedt - Wer schon länger in Drispenstedt lebt, könnte diesen Anblick schon einmal vor Augen gehabt haben. Zwischen Jordan- und Hermann-Seeland-Straße: gähnende Leere. So hatte es an dieser Stelle der Stadt zuletzt vor einem halben Jahrhundert ausgesehen. Damals hatte die gbg, zu der Zeit noch nicht als Wohnungsbaugesellschaft Hildesheim AG, sondern als abkürzungsstiftende Gemeinnützige Baugesellschaft, damit begonnen, die Ladenzeile an der Ehrlicherstraße zu errichten.

50 Jahre später sind die einst modernen Wohn- und Geschäftshäuser Geschichte. Das Lehrter Abrissunternehmens A&S Betondemontage hat alles hinweggefegt. 5000 Tonnen Beton, Eisen und Holz in wenigen Wochen. Wer dieser Tage an der Ehrlicherstraße steht, sieht ein nahezu komplett abgeräumtes Baufeld. „Aus Sicht der gbg läuft es gut“, sagt Unternehmenssprecher Frank Satow. Man sei mit den Arbeiten im Plan. „Im nächsten Schritt werden Spundwände in das Erdreich getrieben, um die zukünftige Baugrube zu sichern.“ Das werde ab Mitte Januar passieren. „Vorausgesetzt natürlich das Wetter spielt mit.“ Momentan wird das ehemalige Stadtteilbüro an der Ecke Ehrlicherstraße entkernt. Dort soll dann ebenfalls im Januar der Abriss beginnen, kündigt Satow an.

Die gbg lässt an der Ehrlicherstraße die alte Ladenzeile durch einen Neubau ersetzen. Für rund 42 Millionen Euro sollen zwischen der Jordan- und der Hermann-Seeland-Straße neue Geschäfte, Wohnungen und eine Tiefgarage entstehen. Mit Rossmann und Edeka hat sie sogar zwei neue Geschäfte gewonnen, die voraussichtlich 2026 öffnen werden.

In der letzten Ortsratssitzung des Jahres kam ebenfalls kurz das Thema Ladenzeile zur Sprache – verbunden mit dem Hinweis, dass die derzeitigen Bauarbeiten den Parkdruck in der Umgebung noch einmal erhöht hätten. Offenbar führen die Ausweichquartiere der Hubertus-Apotheke und der Gemeinschaftspraxis dazu, dass der kleine Parkplatz neben dem Stadtteiltreff mehr als sonst angesteuert wird. „Zur Parksituation kann ich leider keine Auskunft geben, da an uns bisher keine Beschwerden herangetragen wurden“, sagt gbg-Sprecher Satow. Letztlich habe die gbg aber an dieser Stelle auch nicht so viel Einflussmöglichkeiten, da der Platz begrenzt sei.

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