Logistik-Riese expandiert

Hunderte neue Arbeitsplätze – und ein neues Riesengebäude an der A7 in Hildesheim

Hildesheim - Unweit der bestehenden Halle plant ein bereits in der Stadt vertretenes Logistik-Unternehmen ein zweites Bauwerk – noch höher als das bestehende.

Rechts im Bild die aktuelle große Halle von Transgourmet im Hildesheimer Glockensteinfeld – das Unternehmen plant eine zweite direkt an der Autobahn 7. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - An der Autobahn-Anschlussstelle Hildesheim soll in den nächsten Jahren ein neues, riesiges Firmengebäude entstehen, das das Landschafts- und Stadtbild in dem Bereich merklich verändern würde. Das Logistik-Unternehmen Transgourmet hat seine Pläne für eine Ausweitung seines Sitzes im Gewerbegebiet Glockensteinfeld wieder aufgenommen. Die Stadt hat den Bebauungsplan angepasst und schafft so die rechtlichen Voraussetzungen für den Neubau. Der Plan wird nun öffentlich ausgelegt.

Gewerbegebiet erweitert

Schon jetzt ist Transgourmet mit knapp 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in Hildesheim. Nun sollen noch mehrere Hundert Stellen dazukommen. Der Lebensmittel-Logistiker will direkt an der A7 eine neue Halle errichten. Sie soll 20 Meter hoch werden und damit noch einmal fünf Meter höher als das bereits bestehende Gebäude des Unternehmens, dafür aber nicht so viel Grundfläche beanspruchen. Der Bebauungsplan enthält die Vorgabe, ein Drittel der Dachfläche zu begrünen.

Geplant ist das neue Bauwerk direkt südöstlich der Kreuzung der Autobahn 7 und der Bundesstraße 1. Die Stadt will, um den Wünschen von Transgourmet gerecht zu werden, das Gewerbegebiet Glockensteinfeld an der Autobahn ein Stück nach Süden erweitern.

„Von dieser Planung kann eine Stärkung der Leistungsfähigkeit des Oberzentrums Hildesheim mit seinen Funktionen als Wirtschafts- und Dienstleistungszentrum erwartet werden“, erklärt die Stadt ihre Bereitschaft zur Erweiterung des Bebauungsplans.

350 neue Arbeitsplätze?

Transgourmet hatte seine Pläne für eine Erweiterung in Hildesheim erstmals im März 2020 öffentlich vorgestellt. Noch im gleichen Jahr legte das Unternehmen das Vorhaben, für das es mindestens einen hohen zweistelligen Millionenbetrag investieren will, allerdings zunächst wieder auf Eis und erklärte dies mit durch die Corona-Krise entstandenen Unsicherheiten. Nun soll es aber angehen.Der Lebensmittel-Großhändler Transgourmet beliefert von Hildesheim aus Kunden in weiten Teilen Nord-, West- und Ostdeutschlands und will noch stärker auf diesen Standort als „Drehkreuz“ setzen. Zur Begründung führt das Unternehmen vor allem die verkehrsgünstige Lage direkt an der Autobahn 7 und in großer Nähe zur Autobahn 2 an. Vor einigen Wochen machte das unternehmen mit der Nachricht Schlagzeilen, dass immer mehr seiner Lastwagen mit Biogas „betankt“ werden, um die CO2-Bilanz zu verbessern. Der Standort Hildesheim bildet einen Schwerpunkt für dieses Projekt.

Mit Blick auf den nun anstehenden Ausbau sprach der Hildesheimer Betriebsleiter Thomas Kehr vor zweieinhalb Jahren von rund 350 zusätzlichen Arbeitsplätzen, die in Hildesheim durch den geplanten Neubau entstehen sollen. Eine Inbetriebnahme noch in diesem Jahr, wie seinerzeit avisiert, ist durch das zwischenzeitliche Zögern aber nicht mehr geplant. Eine aktuelle Anfrage zu dem Projekt hat Transgourmet bisher nicht beantwortet, aber zugesagt, dies bald zu tun.

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