Nach Brand

Innerstebad: Ein Becken ist schon wieder voller Wasser – Stadt Sarstedt äußert sich zum Neustart

Sarstedt - Die Stadt Sarstedt hofft, dass das Innerstebad noch in diesem Monat wieder öffnen kann. Allerdings sind im Vorfeld noch einige Checks erforderlich. Das ist der aktuelle Stand der Dinge.

Das Sarstedter Innerstebad ist nach einem Brand im Technikraum noch geschlossen. Foto: Tarek Abu Ajamieh

Sarstedt - Die Reparaturen im Innerstebad gehen voran, die Vorbereitungen für die Wiedereröffnung laufen auf Hochtouren. Das hat die Stadt Sarstedt jetzt auf Anfrage der Redaktion erklärt – und unterstrichen, dass sie weiterhin auf einen Neustart in der Einrichtung noch in diesem Monat hofft.

Freizeitbecken noch leer

„Die Arbeiten mit den Fachfirmen laufen unter Hochdruck“, betont Stadtsprecherin Andrea Satli. Dabei habe es bereits sichtbare Fortschritte gegeben, die die Hoffnung auf einen baldigen Neustart befeuern. Das größte Becken im Hallenbad, das Schwimmerbecken, ist demnach bereits wieder mit Wasser gefüllt. „Im nächsten Schritt wird die Technik in den Realbetrieb gesetzt“, erklärt Satli das weitere Vorgehen. „Dann wird sich zeigen, ob die Steuerung für Heizung, Umwälzung, Chlorierung und so weiter läuft.“

Das Freizeitbecken habe hingegen aktuell noch nicht nicht wieder mit Wasser gefüllt werden können, „da die Technik hierfür noch nicht so weit ist“, wie die Stadtsprecherin weiter erläutert. Ihre Prognose auf Basis der jüngsten Entwicklungen: „Voraussichtlich werden wir Ende Februar öffnen!“, Voraussetzung sei, dass bis dahin auch tatsächlich alle Arbeiten abgeschlossen seien. „Sobald wir Genaues wissen, informieren wir die Öffentlichkeit rechtzeitig“, kündigt Andrea Satli an.

Warum es so lange dauert

Das Sarstedter Innerstebad ist seit einem knappen halben Jahr geschlossen. Im September war ein Brand in einem Technikschrank der Wasseraufbereitungsanlage im Keller des Schwimmbades ausgebrochen. Die zentrale Steuerung der komplexen Anlage war damit lahmgelegt. Und der Technikschrank ließ sich nicht einfach so ersetzen, wie die Stadt bereits im Herbst erläuterte: Es handelt sich nicht um eine Art Standardanlage „von der Stange“, sondern um eine Einzelanfertigung. Dies erforderte eine ausführliche Planung seitens des beauftragten Unternehmens.

Konkret hatte die Stadt im Herbst folgenden Zeitplan genannt: „Grundsätzlich haben Firmen einen Vorlauf von drei Wochen vor Auftragsbeginn in dieser Größe.“ Der Rückbau der alten Anlage sollte etwa eine Woche dauern. Die Planung für den Neubau brauchte dann drei Wochen, die Vorfertigung weitere fünf. Weitere drei Wochen wurden für die Lieferung des Schranks und die komplette Verkabelung vor Ort veranschlagt. Für die Inbetriebnahme der kompletten Wassertechnik wurde ein weiterer Zeitraum von zwei Wochen vorgesehen, dazu noch einmal eine bis zwei Wochen für unvorhersehbare Hindernisse.

Versicherung prüft Schaden

Tatsächlich lief das Vorhaben nicht ganz so straff durch, auch wenn alle Beteiligten aufs Tempo drückten. Inzwischen ist die Stadt aber beim letzten Schritt, der Inbetriebnahme der gesamten Wassertechnik, angekommen.

Die Kosten der Reparatur- und Erneuerungsarbeiten hatte die Stadtverwaltung zuletzt auf rund 350.000 Euro beziffert. Unklar ist, ob beziehungsweise in welchem Maße eine Versicherung dafür aufkommt. „Der Schadensfall befindet sich bei der Versicherung in Prüfung, eine Aussage ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich“, sagt Stadtsprecherin Andrea Satli zu dieser Frage.

Erhebliche Auswirkungen

Die Schließung des Innerstebades hat erhebliche Folgen für die Stadt. Unter anderem können Schulen derzeit den geplanten Schwimmsport nicht anbieten, auch die Vereine sitzen im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Trockenen. Gravierende wirtschaftliche Folgen hat die Situation auch für das Sarstedter Stadtbad-Restaurant.

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