Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist im Landkreis Hildesheim auch am Montag stabil geblieben, während sie landes- und bundesweit weiter leicht anstieg. Der Kennwert lag im Raum Hildesheim wie schon am Freitag, Samstag und Sonntag bei 6,9, in den vergangenen sieben Tagen gab es 19 neue laborbestätigte Corona-Fälle.
Auf Bundesebene stiegen die Inzidenzzahlen indes weiter, wenn auch noch langsamer als am Sonntag. und unverändert auf sehr niedrigem Niveau. Der Durchschnittswert für ganz Deutschland erhöhte sich von 6,2 auf 6,4. In Niedersachsen liegt die Inzidenz offiziell bei 5,4 – allerdings stellte sich am Nachmittag heraus, dass es einen Übermittlungsfehler gab und das Landesgesundheitsamt dem RKI am Montag gar keine aktuellen Daten aus Niedersachsen geliefert hat. Wären die Daten übertragen worden, läge die Inzidenz bei 5,9.
Rückgang in Hannover zu klein
Folgen hat die Übermittlungs-Panne in der Region Hannover – zwar hatte auch das RKI bereits am Morgen einen Wert von 10,5 gemeldet und damit eine Inzidenz, die am zweiten Tag in Folge über dem 10er-Grenzwert liegt. Rechnet man die nicht übermittelten Daten hinzu, läge die Inzidenz allerdings bei 12,4.
Bleibt der Wert auch am Dienstag über 10, drohen ab Donnerstag wieder schärfere Corona-Regeln. Dabei gibt es jedoch ein Schlupfloch in der aktuellen Corona-Verordnung des Landes: Wird ein Grenzwert nach Einschätzung des lokalen Gesundheitsamtes aufgrund eines klar abgrenzbaren Hotspots überschritten, kann der betroffene Landkreis von einer Verschärfung der Regeln absehen. In Hannover ist ein Faktor für steigende Zahlen die Ansteckung mehrerer Menschen bei einer Party. Allerdings ist der Anteil der daraus resultierenden Fälle bisher nicht allzu hoch, es gibt flächendeckend mehr Infektionen in der Landeshauptstadt und ihrem Umland.
Mehr Kreise mit 0,0
Anstiege gab es diesmal in keinem Nachbarlandkreis von Hildesheim: Im Landkreis Peine liegt die Inzidenz weiter bei 3,7, in Wolfenbüttel fiel sie leicht von 5,0 auf 4,2, und in Salzgitter blieb sie offiziell bei 7,7 – allerdings ist Salzgitter noch stärker von der Übertragungs-Panne betroffen als Hannover. Mit den aktuellen Zahlen hätte sich die Inzidenz fast verdoppelt und läge bei 14,4. Neben Salzgitter und Hannover sind keine weiteren Kreise oder kreisfreien Städte in Niedersachsen betroffen. Im Landkreis Holzminden blieb die Inzidenz bei 0,0, dort gab es weiterhin keine laborbestätigten Fälle.
Im Landkreis Northeim blieb die Inzidenz bei 2,3, in Goslar bei 5,9, in Hameln-Pyrmont bei 2,7. Die Zahl der Landkreise mit Inzidenzen von 0,0 in Niedersachsen stieg wieder von fünf auf sechs: Außer Holzminden weisen auch Leer, Emden, Friesland, Cuxhaven und jetzt auch Wilhelmshaven keine Neuansteckungen in den vergangenen sieben Tagen auf.
Bundesweit gibt es weiter keine Hotspots. Die höchste Inzidenz hat unverändert der Stadtkreis Hof mit 24,0.
