Corona-Pandemie

Steigende Inzidenz in Region Hannover: Ansteckungen bei Party mit 250 Leuten

Hannover - Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Region Hannover steigt und hat einen kritischen Grenzwert erreicht. Mehrere Ansteckungen lassen sich auf einen größeren Covid-19-Ausbruch bei einer Party zurückführen.

In der Region Hannover ist die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt gestiegen – mehrere der Corona-Infektionen lassen sich auf eine Feier zurückführen. Foto: Chris Gossmann

Hannover - Der steigende Inzidenzwert in der Region Hannover hängt auch mit Ansteckungen bei einer größeren Feier in Hannover zusammen. Bisher ließen sich 18 der derzeit 150 aktuellen Corona-Infektionen auf diese Feier zurückführen, sagte Regionssprecher Christoph Borschel am Freitag.

Mitarbeiter des Gesundheitsamts seien dabei, die Kontaktpersonen zu ermitteln, um die Infektionsketten zu unterbrechen. An der Party hätten rund 250 Gäste teilgenommen. Es könne sein, dass sich die Zahl der bei der Party Infizierten noch erhöhe. Am Freitag hat das Robert-Koch-Institut für die Region Hannover eine Inzidenz von 8,7 gemeldet, am Samstag lag der Wert bei 10,0 und damit bei einer kritischen Grenze: Denn die derzeit in Hannover, Hildesheim und fast allen anderen Landkreisen herrschenden lockeren Corona-Regeln gelten bei einer dauerhaften Inzidenz von höchstens 10,0. Liegt der Kennwert drei Tage hintereinander darüber, gibt es stärkere Beschränkungen vor allem bei Kontaktregeln und Veranstaltungen.

Regionssprecher: „Regeln alle eingehalten“

Das Hygienekonzept der Feier, die bereits am 26. Juni stattgefunden hatte, sei einwandfrei gewesen, betont Borschel. Alle Teilnehmer hätten einen negativen Test eines Corona-Testzentrums gehabt. „Die geltenden Regeln wurden eingehalten“, sagt Borschel. Es sei auch eine Teilnehmerliste geführt worden, Probleme gebe es dort lediglich mit Zahlendrehern bei Telefonnummern.



Vermutlich habe einer der Schnelltests nicht das richtige Ergebnis angezeigt oder die Virenlast sei zum Testzeitpunkt für ein positives Ergebnis noch nicht hoch genug gewesen.

Noch nicht alle Proben auf Virustyp überprüft

„Das zeigt, dass wir weiterhin sehr achtsam sein müssen“, sagt die stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts, Marlene Graf. „Schnelltests haben immer ein Rest-Risiko und können eine Infektion nicht zu 100 Prozent ausschließen.“ Graf weist darauf hin, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamts für die Kontaktnachverfolgung darauf angewiesen sind, dass Kontaktlisten vollständig und korrekt ausgefüllt werden.

Noch nicht alle Proben konnten auf den Virustyp überprüft werden, sagte Borschel. Die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus spiele aber bei den aktuellen Infektionen eine Rolle.

Inzidenzwert steigt seit Tagen

Die Feier habe in einer Lokalität in der hannoverschen Innenstadt stattgefunden. Wo die Party genau war, wollte das Gesundheitsamt aus Gründen des Datenschutzes nicht sagen.

Von Mathias Klein

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