Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist im Landkreis Hildesheim am dritten Tag in Folge leicht gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert am Morgen mit 21,0 an, am Vortag waren es noch 19,9. Der Abstand zum Grenzwert von 35, der für die seit Mittwoch geltenden massiven Öffnungsschritte im Landkreis maßgeblich ist, bleibt aber deutlich.
Positiv ist: Nachdem es bundesweit zuletzt an zwei Tagen leichte Anstiege gab, fiel der nationale Durchschnittswert am Donnerstag mit 34,1 auf einen neuen Tiefstand für das laufende Jahr. Am Mittwoch hatte das RKI noch eine Inzidenz von 36,8 genannt. Zuvor hatte RKI-Chef Lothar Wieler erklärt, aufgrund der weitreichenden Öffnungsschritte in großen Teilen Deutschlands ließen Modellierungen einen „vorübergehenden Anstieg“ der Inzidenzwerte erwarten, aber kein erneutes rasantes Wachstum. Nun gab es schon wieder einen Rückgang, und der schlug sich auch in Niedersachsen nieder: Der Mittelwert für das Bundesland fiel von 26,2 auf 24,4.
Rückgang in Hannover
In der Region Hannover ging die Inzidenz am Donnerstag wieder von 29,8 auf 26,4 zurück, im Kreis Peine fiel sie leicht von 23,0 auf 22,3. Bei beiden Hildesheimer Nachbarn gelten ab Freitag jene Regeln, die im Kreis Hildesheim schon seit Mittwoch herrschen.
Im Kreis Wolfenbüttel stieg die Inzidenz hingegen noch einmal leicht von 35,1 auf 37,6. Auf die Öffnungsschritte für einen dauerhaften Kennwert unter 35 müssen die Wolfenbütteler und damit auch die Menschen in der Samtgemeinde Baddeckenstedt aber noch deutlich länger warten. In Salzgitter fiel die Inzidenz dagegen deutlich von 47,0 auf 38,4. Dort treten am heutigen Donnerstag die Lockerungen für Inzidenzen unter 50 in Kraft.
Viele Nachbarn jubeln
Und Hildesheims weitere Nachbarn? Im Kreis Holzminden ging die Inzidenz deutlich von 49,7 auf 36,8 zurück, die kleine Krise scheint ausgestanden. Der Landkreis Hameln-Pyrmont verzeichnete am Dienstag eine Inzidenz von 10,1 (Vortag: 11,4). Goslar erreichte mit 8,8 statt 16,9 einen neuen Jahrestiefstwert. In Northeim fiel der Kennwert erneut deutlich – von 30,2 auf 24,2.
Die bundesweit niedrigste Inzidenz hat weiter Vorpommern-Rügen mit nur noch 2,7. In Niedersachsen steht nun Friesland mit lediglich 6,1 am besten da. Bundesweit liegt die Zahl der Landkreise unter 10,0 von 16 auf 21, darunter sind sechs aus Niedersachsen.
Emdens trauriger Spitzenplatz
Nur noch zwei statt vier der mehr als 400 deutschen Landkreise liegen über 100: Trauriger Spitzenreiter ist nun eine Stadt aus Niedersachsen: Emden liegt bei 128,2 (Vortag sogar 138,2), Hildburghausen in Thüringen folgt mit 126,6. Den besten Mittelwert aller Bundesländer hat weiter Mecklenburg-Vorpommern (14,1), auf dem letzten Platz hat Baden-Württemberg (42,0) Thüringen nach vielen Wochen abgelöst.
