Hildesheim - Verkaufen, aber an wen? Weiterbetreiben, aber unter welchem Namen? Das Geschehen rund um den Hildesheimer Real-Markt ist voller teils spektakulärer Wendungen – und hat ein bevorstehendes jähes Ende. Eine Chronologie.
Kürzlich hat sich Edeka nach langem Hin und Her zu der Lage am Hildesheimer Cheruskerring geäußert. Wie aus einer Stellungnahme des Unternehmens hervorgeht, droht ein jahrelanger Leerstand. Die derzeitige Konstellation sorgt nicht nur bei den 90 Beschäftigten des Real-Markts für Wut und Enttäuschung – sondern auch bei Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mehrerer Firmen, die als Untermieter des Supermarkts ihre Dienste anbieten.
Die Lage bei Untermietern und der Tankstelle
Besonders die Kurzfristigkeit der Entscheidung, dass der Real-Markt am 25. Juni zum letzten Mal öffnen soll, ist für die Untermieter ein Problem: Auch sie können danach nicht weitermachen, wenn sie nicht zu separaten Übereinkünften mit Grundstückseigentümer Edeka kommen – allerdings ist der Standort ohne Supermarkt weitaus weniger attraktiv.
Eine Tendenz gibt es auch für die Tankstelle, die derzeit direkt neben dem Real-Markt vom Unternehmen HPV Hanseatic Petrol betrieben wird. Die HAZ hat die Firma um eine Stellungnahme gebeten. Geäußert hat sich bereits Real-Pressesprecher Markus Jablonski. Ihm zufolge hat Edeka als neuer Eigentümer offenbar bislang kein Interesse daran, den Vertrag der Tankstelle zu übernehmen. Man werde, wie auch bei anderen Mietern, die Kündigung aussprechen.
