Adventlicher Spaß

Kinder-Lichterfahrt in Algermissen: Ob Bobbycar, Bagger oder Laufrad – Hauptsache Lichterkette!

Algermissen - Knapp 100 Kinder sind mit ganz unterschiedlichen Gefährten durch Algermissen gekurvt – nur beleuchtet waren sie alle. Für die Kinder-Lichterfahrt hatten viele Eltern im Vorfeld richtig geackert.

Der sechsjährige Lukas nimmt bei der Algermissener Lichterfahrt sein Getränk in der Baggerschaufel mit. Foto: Julia Moras

Algermissen - Der kleine Ole tritt wacker immer wieder auf die Straße, schiebt sein Bobbycar unbeirrt vorwärts. Auch wenn er erst drei Jahre alt ist und die Strecke deutlich mehr als einen Kilometer lang. Schließlich hat er ordentlich etwas zu präsentieren: Blinkende Lichterketten, kunstvoll in parallelen Kreisen rund um das rote Fahrzeug angelegt, ziehen die Aufmerksamkeit der anderen Teilnehmer und der Zuschauer am Straßenrand auf sich.

Kunstvolle Lichterketten

Und das sind gar nicht wenige. Knapp 100 Jungen und Mädchen haben sich am Samstagnachmittag zur Kinder-Lichterfahrt durch Algermissen eingefunden. Eine Art Vorspiel für die große Hildesheimer Lichterfahrt am 17. Dezember und zugleich ein großer vorweihnachtlicher Spaß für viele Kinder im Kita- und Grundschulalter. So ziemlich alles, was Jungen und Mädchen in dem Alter fahren können und dürfen, war vertreten: Fahrräder, Tretroller, Spielzeugbagger, wie ihn der sechsjährige Lukas aus Algermissen fuhr, der zudem in der Baggerschaufel sein Getränk für unterwegs transportierte, Laufräder und eben auch Bobbycars.

Die kleinsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer hockten noch in – ebenfalls beleuchteten – Bollerwagen. Was ihnen allen gemein war: Oft kunstvoll drapierte Lichterketten, die das jeweilige Gefährt ins rechte Licht rückten und auch die Umgebung ein wenig erhellten.

Begleitende Eltern und Großeltern sowie Zuschauer am Straßenrand verstärkten den Eindruck einer Art adventlichen Laternenumzugs. Nur, dass vorweg nicht St. Martin auf dem Pferd ritt, sondern der Weihnachtsmann auf einem von einem dicken US-Einsatzfahrzeug gezogenen Anhänger fuhr, begleitet von Ordnerin Lara im Elfenkostüm. Beide verteilten reichlich Schokolade ans Publikum.

Maik Kipry, der auch die große Hildesheimer Lichterfahrt organisiert, hat die Kinder-Variante in seinem Heimatort Algermissen eingeführt, gemeinsam mit Dutzenden ehrenamtlicher Ordner. Und so schallen Signaltöne amerikanischer Polizeiwagen abwechselnd mit Weihnachtshits etwa von Mariah Carey durch die dunklen Gassen.

Zwei Stunden lang geklebgt

Für viele Familien war die Kinder-Lichterfahrt offenbar ein Höhepunkt – oder im wahrsten Sinne des Wortes ein Highlight – der Vorweihnachtszeit. Davon zeugte unter anderem die oft aufwändig gestaltete Beleuchtung. Wie bei dem kleinen Ole. Dessen Eltern waren mit ihm extra aus Equord nach Algermissen gekommen. Mutter Julia Ivens hatte im Vorfeld zwei Stunden lang akribisch die Lichterketten auf Oles Bobbycar geklebt und eine ganze Tesafilm-Rolle verbraucht.

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