Hildesheim - Der Name Arconic hatte sich in Hildesheim so langsam richtig etabliert – da ist er schon wieder Geschichte. Der Luft- und Raumfahrtzulieferer mit rund 250 Mitarbeitern im Bavenstedter Gewerbegebiet firmiert ab sofort unter dem Namen Howmet Aerospace.
Obwohl auch die Luftfahrt-Branche von der Corona-Krise massiv betroffen ist, musste der Standort Hildesheim bislang keine Kurzarbeit anmelden. Das soziale Engagement, für das die Firma in Stadt und Landkreis seit Jahren bekannt ist, soll auch in der neuen Struktur erhalten bleiben.
Bis 2016 Alcoa
Erst 2016 war der Name Arconic eingeführt worden. Seinerzeit spaltete sich der Aluminium-Konzern Alcoa auf, trennte grob gesagt die Rohstoff-Gewinnung von der Weiterverarbeitung. Vier Jahre später wird nun auch Arconic noch einmal aufgeteilt, die Aktivitäten im Bereich Luftfahrt und industrielle Gasturbinen in einem eigenen Unternehmen gebündelt.
Das freilich beruft sich auf eine lange Tradition: Die Geschichte von Howmet Aerospace lässt sich bis ins Jahr 1926 zurückverfolgen, nach mehreren Eigentümer-Wechseln ging das Unternehmen im Jahr 2000 im Alcoa-Konzern auf und landete nach dessen Aufspaltung bei Arconic.
Engagement geht weiter
Das in der Alcoa-Zeit mit Hilfe der Konzernstiftung begonnene soziale Engagement – mehrmals pro Jahr trafen sich Mitarbeiter zu Arbeitseinsätzen in Kindergärten, Feuerwehrhäusern und vergleichbaren Einrichtungen, die zudem Geldspenden bekamen – soll es weiterhin geben. Im Fokus stehen inzwischen allerdings vor allem die Förderung von Bildungsangeboten im Bereich Mathematik und Naturwissenschaften, insbesondere für Mädchen.
Obwohl Howmet Aerospace auch am Standort Hildesheim in erster Linie Teile für die Luftfahrt-Industrie herstellt, die ähnlich wie die Automobil-Industrie in der Corona-Krise schwer getroffen ist, bleibt den hiesigen rund 250 Mitarbeitern Kurzarbeit zumindest derzeit erspart. „Wir haben bisher noch keine gravierenden Störungen bei Zulieferern oder Kunden zu vermelden“, sagte Sprecherin Christine Eikermann am Donnerstag. „Selbstverständlich wird die Situation jeden Tag genau beobachtet und neu bewertet.“
Noch keine Kurzarbeit
Kurzarbeit sei zwar „immer noch ein gutes Mittel, um die Fachkräfte zu halten, denn irgendwann wird es wieder besser werden“. Derzeit nutze das Unternehmen dieses Instrument aber nicht: „Wir hoffen natürlich, dass das erstmals so bleibt“, so Eikermann.
