Ausbreitung des Coronavirus

Niedersachsen will schnell weiter lockern – Hildesheim hätte wohl erstmal nur wenig davon

Hannover/Kreis Hildesheim - Das Land Niedersachsen plant vorzeitig weitere Lockerungen bei niedrigen Inzidenzen. Die Testpflicht in den Schulen soll aber bis in den Herbst hinein bleiben. Im Kreis Hildsheim könnte es noch länger dauern, bis neue Lockerungen greifen.

Der Wegfall der Maskenpflicht in weiteren Bereichen ist ein Aspekt der vom Land Niedersachsen geplanten nächsten Lockerungen. Im Landkreis Hildesheim könnte es aber bis zu solchen Erleichterungen länger dauern als in den umliegenden Regionen. Foto: Chris Gossmann

Hannover/Kreis Hildesheim - Die niedersächsische Landesregierung will die aktuell geltenden Corona-Regeln noch vor Ablauf der aktuellen Corona-Verordnung am 24. Juni weiter lockern. Die meisten Öffnungsschritte sollen allerdings nur für Landkreise mit Inzidenzwerten unter 10,0 gelten. Das bedeutet nach dem aktuellen Stand der Dinge, dass das meiste davon für den Landkreis Hildesheim zunächst nicht gelten würde. Denn hier liegt die Inzidenz schon länger über 20.

Einzelne Erleichterungen soll es aber auch in Kreisen mit Inzidenzen zwischen 10,0 und 35,0 – wie Hildesheim – geben, etwa im Bereich der Kontaktbeschränkungen. Insgesamt soll die Testpflicht in den Schulen unabhängig von der Inzidenz bis zum 30. September bleiben.

Auslöser für die Aktivitäten in Hannover ist die Tatsache, dass der durchschnittliche Inzidenzwert für Niedersachsen auf 9,8 gefallen ist. „29 Landkreise haben bereits Inzidenzen unter 10, sechs weitere stehen kurz davor“, erklärte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Montagabend. Hildesheim gehört allerdings nicht dazu. Am Montag lag der Inzidenzwert für den Landkreis laut Robert-Koch-Institut bei 24,3.

Mehr Kontakte möglich

Was Hildesheim betreffen könnte: Die Regierung prüft, bei den Kontaktbeschränkungen die Vorgabe zu kippen, dass die zehn Personen, die sich treffen dürfen, aus maximal drei Haushalten kommen können. Dann dürften zehn Personen über 14 Jahren aus bis zu zehn Haushalten zusammenkommen – wie bisher plus Kinder bis 14 Jahren sowie vollständig Geimpfte und Genesene, die nicht mitgezählt werden. Eine solche Regelung hätte auch Einfluss darauf, was für Gruppen zum Beispiel in der Gastronomie zusammensitzen dürfen.


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Bei Inzidenzwerten unter 10,0 sollen sich drinnen bis zu 25 und draußen bis zu 50 Personen aus beliebig vielen Haushalten treffen dürfen – zuzüglich Kinder, doppelt Geimpfte und Genesene. Mehr soll möglich sein, wenn alle Beteiligten einen negativen Testnachweis vorlegen, so weit sie noch nicht geimpft sind. Die Obergrenze von 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei privaten Feiern könnte fallen. Zudem gibt es die Tendenz, in verschiedenen Bereichen auf eine bisher geltende Maskenpflicht zu verzichten, wenn alle Beteiligten getestet oder geimpft sind – das könnte vor allem für Familienfeiern wichtig werden.

Veranstaltungen erleichtern

Details sollen im Lauf der Woche entschieden werden. Für Mittwoch ist die Abstimmung zwischen den Ministerien sowie mit dem Landtag geplant. Zudem wollen die Bundesländer bundesweite Regeln für Großveranstaltungen vereinbaren. Generelles Ziel ist, die Regeln für Veranstaltungen deutlich zu lockern und zu vereinfachen – wenn die Inzidenz nierig ist.

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