Zweite Staffel

Schloss Marienburg soll wieder als Drehort für Erfolgsserie Maxton Hall zur Verfügung stehen

Nordstemmen - Die Amazon-Prime-Serie „Maxton Hall“ ist ein Welterfolg. Eine zweite Staffel der Jugendserie soll kommen. Aber Schloss Marienburg, der Drehort, ist gesperrt. Jetzt entscheidet sich, ob das Filmteam dort trotzdem wieder drehen kann.

Sich fühlen wie Schlossherren und Burgfräuleins, das konnte sich das Ensemble um Hauptdarstellerin Harriet Herbig-Matten (links). Foto: Stephan Rabold

Nordstemmen - Die zweite Staffel von „Maxton Hall“ könnte auf Schloss Marienburg gedreht werden. „Im Moment sind wir gerade dabei, die Dreharbeiten für Maxton Hall unter Dach und Fach zu bekommen“, bestätigt Ulrich von Jeinsen, Stiftungsvorstand des Schlosses, gegenüber der HAZ. Denn eine Fortsetzung der Erfolgsserie ist schon bestätigt. Knapp eine Woche nach Veröffentlichung gab Amazon grünes Licht für die zweite Staffel zur Jugendbuchreihe. Aber das Schloss Marienburg, welches in der Serie als titelgebende Elite-Schule zu sehen ist, ist gerade in weiten Teilen gesperrt.

Der sogenannte Echte Hausschwamm hat Dachbalken im Gebäude befallen. Das historische Anwesen des letzten Königs von Hannover ist in Teilen einsturzgefährdet. Trotzdem äußert sich von Jeinsen zuversichtlich, dass Dreharbeiten dort wieder stattfinden können. „Die dazu notwendigen Zimmererarbeiten waren vom Denkmalschutz freigegeben worden, sie wurden in dieser Woche durchgeführt und heute von einem Tragwerksplaner abgenommen“, bestätigt er. Die „positive Stellungnahme“ vom Fachmann liege jetzt beim Bauamt, „von dem wir die temporäre Freigabe erwarten“.

In 120 Ländern auf Platz 1

Die zuständige Produktionsfirma wollte zum jetzigen Zeitpunkt noch keine weiteren Details zum Dreh der zweiten Staffel mitteilen. Dass die zweite Staffel kommt, war am Wochenende nach Himmelfahrt eigentlich keine Überraschung mehr. Denn in dieser Startwoche erzielte die Ufa-Produktion „die größte globale Zuschauerzahl eines nicht-amerikanischen Titels“ in der Geschichte von Prime Video. Die Liebesgeschichte von Ruby und James schaffte es in mehr als 120 Ländern auf Platz eins der Prime-Video-Charts. Genug Stoff für die Fortsetzung gibt es. Zu „Save Me“, der Romanvorlage zu „Maxton Hall“ der deutschen Autorin Mona Kasten, sind zwei Fortsetzungen erschienen.

Auch Hauptdarsteller Damian Hardung hat bereits erklärt, an einer zweiten Staffel mitwirken zu wollen. Wenn alles gut geht, würde der 25-Jährige also ebenfalls wieder in den Rittersaal, die Eingangshalle sowie darüber liegenden Gebäude, Salon und Bibliothek von König Georg V. im Schloss Marienburg zurückkehren. Das sind die Räume in denen, laut Stiftungsvorstand von Jeinsen, gedreht wurde, sowie in den Außenbereichen. Auch die Produktion bestätigt: Alle Innenansichten des Privatcollege stammen aus Schloss Marienburg. „Diese altehrwürdigen Räume mit den hohen Deckengewölben und holzvertäfelten Wänden waren einfach das perfekte Setting.“

Ortskundige schmunzeln immer wieder

Gedreht wurde „Maxton Hall“ außerdem in Oxford. Die Geschichte spielt nämlich im Vereinigten Königreich. Ortskundige dürften deswegen beim Schauen immer wieder Schmunzeln. Denn der Blick aus dem Fenster von „Maxton Hall“ gibt den Blick frei auf den nordwestlichen Landkreis – inklusive Nordstemmen. Ab und an zuckt man sogar zusammen, wenn die Busse und Autos auf den Landstraßen der Region auf der falschen Straßenseite fahren.

Das deutsche Filmteam hat sich aber „sehr wohl an allen Drehorten in der Region“ gefühlt, heißt es von Seiten der Produktion. Ansonsten sind die Angaben aus Berlin vorsichtig-zurückhaltend: „Was die 2. Staffel betrifft können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts Konkretes sagen.“

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