Hildesheim - Die ersten M’era-Luna-Fans machen sich am Freitag schon in den Morgenstunden auf den Weg in Richtung Festivalgelände. Die Polizei rechnet deshalb damit, dass sich bereits am frühen Freitag der Verkehr an mehreren Stellen im Stadtgebiet sowie darüber hinaus stauen wird. „Wir erwarten, dass es da schon voll wird“, sagt Einsatzleiter Jan-Christoph Neufeld von der Polizeiinspektion Hildesheim.
Weil am Freitag Zehntausende Gäste – viele von ihnen in Autos oder mit Wohnmobilen – in Richtung Flugplatz drängen, geht die Polizei davon aus, dass es schon für den Berufsverkehr vielerorts eng werden könnte. Als Nadelöhre haben sich dabei in den vergangenen Jahren immer wieder die Bundesstraße 494 (Kennedydamm) zwischen A7-Abfahrt und der Abfahrt nach Drispenstedt sowie die Bundesstraße 6 auf der andere Seite des Festivalgeländes entpuppt.
Zwei mögliche Nadelöhre
„Alle Autos, die auf das Gelände wollen, müssen über die Panzerplatte an der B 6“, sagt Neufeld. Dabei handelt es sich um eine kleine asphaltierte Fläche hinter dem Grüngürtel und vor der Brücke über den Stichkanal. Die Zufahrt ist nur aus Richtung Hildesheim kommend erreichbar. Wer aus Richtung Hasede anreist, muss an der Schuder-Kreuzung wenden und das Stück zurückfahren. Das dürften auch die Autofahrer zu spüren bekommen, die aus Richtung Norden in die Stadt pendeln.
Weil alle Wohnmobile über den Hottelner Weg auf das etwa 60 Fußballfelder große Areal geführt werden, rechnet die Polizei damit, dass es auch auf der anderen Seite des Flugplatzes eng werden könnte. Allerdings geht man die Sache bei der Polizei entspannt an. „Die weitaus meisten Leute wissen ja, was dort auf sie zukommt“, sagt Einsatzleiter Neufeld.
Die Lage am Freitagmittag
Am Freitagmittag gegen 11.30 Uhr war die Lage auf den Straßen noch recht entspannt. „Man merkt aber, dass es sich langsam füllt“, sagt Einsatzleiter Neufeld. „Wir versuchen jetzt, dass möglichst viele Fahrzeuge auf die Parkflächen des Festivalgeländes kommen.“ Auf der B494 gebe es zeitgleich einen etwa 100 Meter langen Rückstau. „Zum Mittag wird es dann vermutlich noch mal etwas voller“, glaubt Neufeld.
Stockenden Verkehr gab es gegen 8.30 Uhr etwas weiter nördlich an der Baustelle der B 443 in Laatzen. Wer bereits in Laatzen von der Autobahn 7 abfahren wollte, um über die Bundesstraße 6 nach Hildesheim zu kommen, musste etwas mehr Zeit einplanen.
Polizei lotste Gäste am Donnerstag in Richtung Hafen und Schützenplatz
Für Einsatzleiter Neufeld und seine Kolleginnen und Kollegen beginnt der M’era-Luna-Einsatz aber nicht erst Freitag. Schon am Donnerstag hatte die Polizei Wohnmobile und Camper, die zu dieser Zeit noch nicht aufs Festivalgelände durften, in Richtung Hafen und Schützenplatz gelotst.
Eine gute „Startposition“ für den Freitag wünschen sich auch Eileen Bartels aus Grasdorf und ihre Freundesgruppe „M’era Morning Crew“. Die Freundesgruppe ist seit 2009 beim Gothic-Festival dabei. Aus dem Raum Hildesheim, Garbsen, Langenhagen, Bad Oeynhausen, Aachen, Berlin, Cottbus, Potsdam, Frankfurt und sogar den Niederlanden strömen die Crew-Mitglieder zusammen. „Jedes Jahr treffen wir uns dort, campen zusammen, feiern und genießen das Zusammensein unserer ’zweiten Familie’ “, sagt die Grasdorferin. Sie freue sich schon sehr. Eileen Bartels berichtet der HAZ während des Wochenendes in lockerer Folge.

