Festival am Wochenende

Bands, Verbote, Sperrungen: Was man zum M’era Luna in Hildesheim wissen muss

Hildesheim - Das M’era Luna Festival lockt am 12. und 13. August Musikfans nach Hildesheim. Bis wann spielt die Musik? Was darf mit aufs Gelände? Wo sind Straßen gesperrt? Und gab es in den vergangenen Jahren oft Probleme mit der Polizei? Die wichtigsten Infos in der Übersicht.

Die Musik steht im Mittelpunkt, aber das M’era Luna Festival ist noch sehr viel mehr: Die Besucherinnen und Besucher werden wieder in dunklen Roben mit vielen bunten Details zum Veranstaltungsgelände in Hildesheim strömen. Foto: Clemens Heidrich

Hildesheim - Das Festival-Wochenende kann kommen. Nachdem die Wetterprognose zeigt, dass das M’era Luna nicht wie das Wacken im Schlamm versinken wird, können die letzten Fragen geklärt werden. Die wichtigsten Infos in der Übersicht:

Wie kommt man zum Festival?

Mit ICE, S-Bahn oder Regionalbahn erreichen die Gäste Hildesheim. Wer mit Regionalzügen fährt, kann in diesem Jahr das Deutschlandticket nutzen. Vom Hauptbahnhof fahren Linienbusse sowie Shuttle-Busse zum Festivalgelände. Am Bahnhofsplatz gibt es Hinweisschilder. Die Besucherinnen und Besucher, die mit Auto, Motorrad und Wohnmobil anreisen, erinnert Polizeisprecher Jan Makowski daran, dass die A7-Anschlussstelle Hildesheim für alle, die aus Richtung Süden kommen, aufgrund der Baustelle weiterhin nicht nutzbar ist, da man dort dann nicht in Richtung Stadt fahren kann. Stattdessen sollten Autofahrer weiter bis zur Anschlussstelle Hildesheim-Drispenstedt fahren und können von dort in die Stadt kommen. Aus Richtung Norden können wahlweise bereits die Autobahnausfahrt Laatzen und die anschließende Route über die Bundesstraße 6 oder die Ausfahrt Hildesheim-Drispenstedt genommen werden. Die Festivalorganisatoren empfehlen, in der Stadt der Festivalbeschilderung zu folgen und nicht dem Navi.

Wo gibt es Tickets?

Tickets kann man Online über die Homepage des Festivals kaufen. Ein Festivalpass kostet 139 Euro. Tagespässe für Samstag und Sonntag gibt es für jeweils 89 Euro. Mit dem Festivalpass können Besucherinnen und Besucher das Gelände auf dem Flugplatz so oft sie wollen besuchen und wieder verlassen. Mit dem Bändchen dürfen sie auch den Campingplatz aufsuchen, auf dem der Mittelaltermarkt aufgebaut ist.

Welche Bands sind dabei?

Diese Musikerinnen und Musiker stehen nach aktuellem Stand Samstag auf der Bühne: VV, In Extremo, Project Pitchfork, Joachim Witt, Mesh, L’ame immortelle, Solar Fake, Diary of Dreams, Amduscia, Megaherz, Tanzwut, Girls under Glass, Neuroticfish, Rabia Sorba, Absolute Body Control, Rave the Reqviem, Wisborg, Versus Goliath, A Projection, Intent:Outtake, Antiage.

Sonntag sind es: Within Temptation, Mono Inc., Subway to Sally, Peter Heppner, Hogico, The 69 Eyes, De/Vision, Letzte Instanz, Agonoize, Gothminister, Ashbury Heights, Frozen Plasma, Eisfabrik, Melotron, She Hates Emotions, Heldmaschine, Manntra, Blitz Union, Dragol.

Bis wann spielt die Musik?

Um 24 Uhr ist das Bühnenprogramm auf der Hauptbühne am Samstag vorbei. Am Sonntag geht es bis 22 Uhr.

Was steht auf dem Rahmenprogramm?

Beim M’era Luna gibt es längst nicht nur Musik. Die Gäste können bei Workshops zum Beispiel mittelalterliche Tänze üben oder bekommen Tipps fürs perfekte Make-Up. Einige Autorinnen und Autoren lesen aus ihren Werken und Designerinnen und Designer stellen ihre Werke bei Modeshows vor.

Wo bekommen die Gäste etwas zu essen?

Auf dem Festivalgelände sorgen zahlreiche Stände für die Beköstigung der Besucherinnen und Besucher. Ob Langos, Pizza, Crêpes, Döner, asiatische Nudelboxen oder Käsespätzle – das Angebot ist groß. Viel Besuch wird auch in den Supermärkten in Festivalnähe erwartet, denn vor allem die Besucher, die beim Festival campen, versorgen sich häufig selber.

Darf man eigenes Essen mitbringen?

Alle Besucherinnen und Besucher dürfen sich ein Lunchpaket mit aufs Veranstaltungsgelände nehmen. Getränke sind nicht erlaubt – aber leere faltbare Trinkflaschen und Tetrapacks oder Mehrweg-Trinkbecher. Gefüllte Flaschen und Dosen dürfen nicht aufs Gelände.

Was muss sonst noch draußen bleiben?

Auf dem Veranstaltungsgelände sind unter anderem sämtliche Waffen verboten. Ebenfalls draußen bleiben müssen Laserpointer, Feuerwerkskörper und Rucksäcke. Wer es sich auf mitgebrachten Campingstühlen gemütlich machen will, hat schlechte Karten. Und auch professionelle Aufzeichnungsgeräte und Tiere sind nicht erlaubt.

Dürfen Kinder mit aufs Veranstaltungsgelände?

Babys und Kinder unter sechs Jahre dürfen nicht aufs Festivalgelände. Von sechs bis 15 Jahren dürfen die Kinder nur in Begleitung einer sorgeberechtigten Person mitfeiern und sich mit einer schriftlichen Teilnahmeerlaubnis auf dem Gelände aufhalten. „Wir empfehlen ausdrücklich, Kinder nicht auf das Festival mitzunehmen“, heißt es jedoch auf der Homepage des Festivals. Die Veranstalter weisen auf die erhebliche Lärmbelastung hin.

Und wie ist es mit Jugendlichen?

Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren brauchen nach 24 Uhr eine schriftliche Teilnahmeerlaubnis, um auf dem Festivalgelände zu sein. Die Bescheinigungen zum Ausfüllen gibt es auf der Homepage des Festivals.

Wie barrierefrei ist das Festival?

Die Organisatorinnen und Organisatoren haben auf ihrer Homepage umfassende Infos für Menschen mit Behinderungen zusammengestellt. Hier erfahren sie Details zur Anreise, zu Hilfsangeboten und Podesten. In einem Special Needs Camp gibt es zum Beispiel spezielle Sanitäranlagen und einen Stromanschluss für medizinische und elektronische Hilfsmittel.

Wird der Verkehr behindert?

Müssen die Menschen in Hildesheim am Wochenende mit großen Verkehrsbehinderungen rechnen? Nach Angaben von Polizeisprecher Paul Makowski sind nur im unmittelbaren Bereich des Festivalgeländes einige Nebenstraßen gesperrt und Halteverbote eingerichtet: Die Sperrungen seien erforderlich, um Anfahrtswege für Mitarbeitende sowie Rettungsfahrzeuge freizuhalten. „Sie werden aber jedes Jahr eingerichtet und beeinträchtigen den Individualverkehr erfahrungsgemäß nur sehr geringfügig“, sagt Makowski. Umleitungsstrecken werden nicht eingerichtet.

Gab es viele Einsätze bei den Festivals?

Aus ermittlungstechnischen Gründen macht die Polizei keine Angaben darüber, mit wie vielen Menschen sie beim M’era Luna dabei ist. Makowski weist aber auf Nachfrage darauf hin, dass es in den vergangenen Jahren nicht viele Polizeieinsätze während des Festivals gab. „Die Besucherinnen und Besucher sind immer friedlich und ausgelassen fröhlich.“ Es habe nur sehr vereinzelt Störungen zum Beispiel wegen eines hohen Alkoholkonsums gegeben. „Mit einer offenen Präsenz auf dem Festivalgelände durch die Polizei sind in den vergangenen Jahren auch die Fälle von Eigentumsdelikten spürbar zurückgegangen“, sagt Makowski.



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