Hildesheim - Das Gothic-Event Mera Luna in Hildesheim hat wieder tausende Besucherinnen und Besucher angelockt, die zu der Musik von Bands wie ASP, Blutengel und Nachtmahr auf dem Flugplatz feiern. Eindrücke vom zweiten Festival-Tag.
Sphaera Obscura misst auf dem M'era Luna 2,03 Meter. Schon ohne Absätze ist das Modell nämlich 1,83 Meter groß. Die Schuhe wird die Dortmunderin bis zum Abend nicht ausziehen. "Mit genug Übung und Tape ist das kein Problem", erklärt sie. Notfalls ist Freund Dorian stets an ihrer Seite. Foto: Julia Moras
Dieter und Gaby Klinkenberg sind zum ersten Mal aus Aachen angereist. "Es ist total geil", findet Gaby. "Die Atmosphäre ist entspannt und die Leute sind supernett." Dieter konnte seinen Hochzeitsanzug noch rechtzeitig umschneidern, die 50 Meter lange Schleppe von Gaby ließ sich nicht mehr pünktlich kürzen. Nächstes Jahr! Foto: Julia Moras
Lumpy war schon auf dem M'era Luna, da hieß es noch Zillo. Seitdem hat er kein Festival verpasst - und 2019 auch Conny überzeugt. "Mit 16 Jahren war ich zum ersten Mal hier", erinnert sich der Mann aus Celle. Immer, wenn er auf der Autobahn auf Höhe Drispenstedt ist, wolle sein Finger an den Blinker, erzählt er und grinst. Foto: Julia Moras
Yvonne kommt seit 2004, Katy immerhin seit 2015 aufs M'era Luna. Die Freundinnen kommen aus Magdeburg hierher und freuen sich, passend zum Outfit, auf Blutengel und ASP. Dass die beiden etwas älter sind als die typischen Festivalgäste, störe hier nicht. "Hier sind viele sogar noch älter als wir, das ist das schöne am M'era." Übrigens: Die Flügel von Katy wiegen vier Kilo. Foto: Julia Moras
Alina lebt in Rensburg und hat ihre Eltern in Bielefeld besucht. Jetzt sind alle auf dem M'era Luna. Die Pädagogin in einer Wohngruppe hat in der Corona-Zeit mit Hoop-Dance angefangen. "Es ist toll noch ein Flow-Toy beim Tanzen zu haben", erklärt sie. Bauchtanz und Standard konnte sie eh schon. Mit ihrer Ausrüstung ist sie jetzt zum ersten Mal auf dem M'era Luna. Bands wie Priest oder Faderhead eigneten sich am besten zum Tanzen, findet sie. Foto: Julia Moras
Für das Line-Up kommen Carsten und Sören (von links) nicht, sondern für die Leute. Carsten kommt aus Kiel und arbeitet im Landhandel, Sören ist Gymnasiallehrer im Heidekreis. Sie kennen sich über eine Freundin. Ja, einige von seiner Schülern wüssten von seiner Leidenschaft, gesteht Sören. Aber Thema sei das nie. Auch Carsten sitzt im Alltag ganz bürgerlich in Anzug und mit Brille am Schreibtisch. Auf dem M'era Luna können sich die beiden Horror-Fans austoben. Gestern seien sie aber ganz aufgeräumt unterwegs gewesen, verraten sie. Foto: Julia Moras
Zuhause nach Hause kommen, das ist das M'era Luna für Virginia und Sven. Sie kommen aus Hildesheim und besuchen seit über zehn Jahren das Festival. Ihnen fehlt abseits davon ein Szenetreff. Seit der Rockclub vor zehn Jahren geschlossen hat, gäbe es lediglich im Old Inn unregelmäßig Partys für und mit Gleichgesinnten. Meist müssen sie dafür nach Braunschweig fahren. Foto: Julia Moras




































