Coronavirus

Diese Corona-Regeln gelten derzeit in Stadt und Kreis Hildesheim

Kreis Hildesheim - Die hier aufgeführten Regeln gelten derzeit für ganz Niedersachsen – und werden bei Änderungen aktualisiert.

Von Sonntag an gelten im Kreis Hildesheim in einigen Bereichen schärfere, in anderen aber auch weniger harte Regeln. Foto: Chris Gossmann

Kreis Hildesheim - Am Sonntag, 12. Dezember, ist in Niedersachsen eine neue Corona-Verordnung in Kraft getreten. Das ganze Land wie auch der Landkreis Hildesheim liegen weiter in der Warnstufe 2, doch in vielen Bereichen gibt es trotzdem neue Regeln. Das betrifft vor allem Einzelhandel, Gastronomie, körpernahe Dienstleistungen und Kontakte von Ungeimpften.

Kontaktbeschränkungen

Ungeimpfte eines Haushalts dürfen sich nur noch mit maximal zwei Personen eines anderen Haushalts treffen, wobei Kinder unter 14 Jahren und direkte Verwandte von den Beschränkungen ausgenommen sind.

Was gilt im Einzelhandel?

Die 2-G-Regel im Einzelhandel wurde am 16. Dezember vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg gekippt. Somit gibt es keine Zutrittsbeschränkungen. Allerdings herrscht in allen Einzelhandelsgeschäften die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

Was gilt bei Weihnachtsmärkten?

Unverändert 2G plus.

Was bedeutet „2G plus“?

Grundsätzlich bedeutet das: Überall, wo bislang 2G galt, also Geimpfte und Genesene Zutritt hatten, ist der Zugang auch künftig auf diese Gruppe beschränkt – mit dem Unterschied, dass sie nun ebenfalls einen maximal 24 Stunden alten negativen Schnelltest oder einen maximal 48 Stunden alten negativen PCR-Test nachweisen müssen. Wer bereits geboostert ist, braucht keinen negativen Test mehr.



Was gilt in der Gastronomie?

Grundsätzlich gilt weiter 2G plus in Innenräumen. Das heißt, auch Geimpfte und Genesene müssen einen Negativtest nachweisen, es sei denn, sie sind geboostert. Allerdings dürfen Wirte auf das „plus“ verzichten, wenn sie nur 70 Prozent der Kapazität auslasten, dann herrscht nur 2G. Viele Gastronomen setzen nun auf diese Lösung. Am Platz darf die Maske abgenommen werden, was für Dioscotheken, Shisha-Bars und Clubs nicht gilt. Dort darf der Mundschutz nur zum Essen, Trinken oder Rauchen kurz fallen.

Was gilt im Nahverkehr?

Dort herrscht weiterhin 3G – allerdings müssen ab 14 Jahren alle Fahrgäste FFP2-Masken tragen.

Was gilt bei Friseur und Co.?

Im Friseursalon und bei allen anderen körpernahen Dienstleistungen von der Physiotherapie über das Tattoo-Studio bis zur Fußpflege hat unter der 3-G-Regel jeder Zutritt. Die bisherige 2G-plus-Regel in diesem Bereich wurde am Freitag vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg gekippt. Pflicht ist allerdings eine FFP2-Maske. Ausgenommen von der 3-G-Regel sind wie immer medizinisch notwendige Behandlungen aufgrund einer ärztlichen Anweisung.

Was gilt beim Sport?

In Innenräumen, also Sporthallen, Fitnessstudios und Kletterhallen, grundsätzlich weiter 2G plus. Allerdings gibt es auch hier eine Erleichterung: Stehen pro Aktivem mindestens zehn Quadratmeter Platz zur Verfügung (also zum Beispiel maximal 40 Personen in einer 400-Quadartmeter-Halle) reicht 2G. Auf Sportanlagen unter freiem Himmel gilt ebenfalls 2G.

Ausnahme für Pferdehalter

Ausnahme: Ist es aus Gründen des Tierwohls notwendig, etwa bei Reitställen, darf auch eine ungeimpfte Person mit aktuellem Negativtest hinein. Diese Sonderregel ist neu.

Hotels und Veranstaltungen

In Hotels und anderen Beherbergungsstätten sowie bei Veranstaltungen gilt grundsätzlich 2G plus. Auch dort entfällt das „plus“ allerdings analog zu Gastronomie und Sport bei einer Auslastung von höchstens 70 Prozent – oder bei Veranstaltungen mindestens zehn Quadratmetern Platz pro Teilnehmer. Veranstaltungen sind grundsätzlich nur noch mit maximal 2500 Teilnehmern drinnen und 5000 unter freiem Himmel erlaubt.

Wer gilt als geboostert?

Alle, die drei Impfungen bekommen haben. Eine Sonderregelung gibt es nun doch für Menschen, die ihre erste Impfung mit dem Einmal-Präparat von Johnson & Johnson erhalten haben. Sie gelten im Sinne der neuen Verordnung als geboostert, wenn sie eine mRNA-Impfung zusätzlich bekommen haben.



Wer ist ausgenommen?

Weiterhin gelten diese Regeln nicht für unter 18-Jährige sowie für Menschen mit Vorerkrankungen, die sich ärztlich bescheinigt nicht impfen lassen können. Letztere brauchen aber einen negativen Test. Kinder und Jugendliche müssen diesen aufgrund der regelmäßigen Schul-Testungen nicht extra nachweisen.

Welche Tests sind erlaubt?

Erlaubt sind PCR- und Antigen-Schnelltests, wie sie in Testzentren sowie in einigen Apotheken angeboten werden. Zudem dürfen Betreiber und Veranstalter Gästen anbieten, sich unter Aufsicht einem Selbsttest, wie sie zum Beispiel für Schüler und Kita-Kinder verwandt werden, zu unterziehen. Diese Tests müssen auf Verlangen dokumentiert werden und gelten dann für 24 Stunden auch anderswo als Zugangsberechtigung. Das Angebot machen aber wenige Betreiber.

Droht sogar Warnstufe 3?

Bedingung dafür ist, dass die Hospitalisierungsrate an fünf Werktagen hintereinander über 9,0 liegt. Zudem muss die Sieben-Tage- Inzidenz für Neuinfektionen an fünf Werktagen hintereinander über 200 liegen. Ausnahme: Liegt in einem Landkreis die Inzidenz fünf Werktage über 350, gilt auf jeden Fall auch Warnstufe 3. Vom 24. Dezember bis zum 2. Januar gilt Warnstufe 3 automatisch in ganz Niedersachsen.

Wie ginge es zurück in Warnstufe 1?

Dafür müsste die Hospitalisierungsrate in Niedersachsen fünf Werktage am Stück bei höchstens 6,0 liegen – und zusätzlich entweder die Sieben-tage in einem Landkreis fünf Werktage bei höchstens 100 oder der Anteil der Corona-Patienten auf den Intensivstationen in Niedersachsen fünf Werktage lang bei höchstens zehn Prozent liegen. Derzeit liegen alle drei Werte über den jeweiligen Marken. Zudem gilt vom 24. Dezember bis zum 2. Januar automatisch Warnstufe 3.

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