Ermittlungs-Ergebnis

Neues zum gesprengten Geldautomaten in Harsum: Warum die Täter keine Beute machten

Harsum - Die Polizeidirektion Göttingen teilt mit, dass den Tätern beim Sprengen des Automaten in Harsum kein Geld in die Hände fiel. Oder zumindest keines, mit dem sie etwas anfangen könnten. Das ist der Grund.

Die Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten, die nach der Explosion am Montag begannen, werden noch einige Zeit dauern. Foto: Chris Gossmann (Archiv)

Harsum - Die Polizeidirektion Göttingen hat eine neue Erkenntnis zum Fall des gesprengten Geldautomaten in Harsum mitgeteilt: Die Täter machten keine Beute – zumindest keine, mit der sie etwas anfangen können. Denn der Automat war mit einem Einfärbesystem ausgestattet. Die nähere Untersuchung hat ergeben, dass dieses seinen Zweck erfüllte: Es wurde durch die Explosion ausgelöst und färbte die Banknoten mit Tinte ein. Alle Geldscheine sind dadurch unbrauchbar. Ob die Täter trotzdem einige mitgenommen haben, ließ Polizeisprecherin Jennifer Uhl am Mittwoch offen. Das mache keinen Unterschied: „Sie könnten nichts damit anfangen.“

Gewaltiger Sachschaden, Ausbeute gleich null

Unter dem Strich bleibt ein Ergebnis, das sich nicht selten nach ähnlichen Taten zeigt, auch nach vielen Einbrüchen: Der Sachschaden ist gewaltig, in diesem Fall in sechsstelliger Höhe – die Ausbeute gering oder sogar gleich null.

Die Sprengung des Automaten hatte das Gebäude am Mahnhof in Harsum in der Nacht zum Montag gegen 3 Uhr erschüttert und den Vorraum komplett verwüstet. Die laufenden Instandsetzungsarbeiten werden den Bankbetrieb in der nächsten Zeit noch einschränken, wie die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine am Mittwoch erklärt. An diesem Wochentag gibt es ohnehin keine Servicezeiten. Ab Donnerstag können zu den üblichen Öffnungszeiten zumindest folgende Angebote wieder genutzt werden: die Schließfachanlage, Umbuchungen von Konten und Überweisungen sowie Sparbuchnachträge. Beratungen können täglich zwischen 8 und 20 Uhr vereinbart werden, die Kundinnen und Kunden kommen über den Nebeneingang in die Geschäftsstelle.

Nicht möglich bleibt bis auf Weiteres der Bargeldverkehr. Die Sparkasse bittet ihre Kundschaft, für Ein- und Auszahlungen andere Geschäftsstellen in der Umgebung zu nutzen, zum Beispiel in Algermissen oder Hildesheim. „Für weniger mobile Kunden wird im Einzelfall eine Lösung gefunden“, sagt Sparkassen-Sprecherin Elke Brandes, „Dazu könnne sich diese Kunden an unsere Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle wenden.“

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