Hildesheim - Wenige Tage bevor in der Notunterkunft auf dem Hildesheimer Volksfestplatz in der kommenden Woche die ersten Geflüchteten aufgenommen werden sollen, suchen die Johanniter als Betreiber der Einrichtung noch Mitarbeitende. Rund 60 Stellen sind durch externe Kräfte zu besetzen, benötigt werden unter anderem medizinische Fachangestellte, Mitarbeitende aus der Altenpflege und für den Sanitätsdienst.
Johanniter suchen noch Mitarbeitende
Darüber hinaus suchen die Johanniter Betreuungskräfte für Verwaltung, Logistik, Beratung und die Begleitung von Geflüchteten, so Pressesprecher Oliver Bruse. Ebenfalls benötigt: Dolmetscher und Übersetzer für Arabisch, Farsi, Türkisch, Englisch, Französisch und Russisch. Zusammen mit dem Team der Johanniter werden beim 24-Stunden-Betrieb der Zeltstadt für bis zu 1000 Geflüchtete insgesamt rund 100 Personen im Schichtdienst arbeiten. Die Johanniter betreiben die Einrichtung im Auftrag des Landes, und seit mehreren Tagen ist die Hilfsorganisation mit der Einrichtung der Schlaf- und Aufenthaltszelte beschäftigt – offiziell besiegelt wurde der Vertrag zwischen Land und Johannitern aber erst am Mittwoch. Am Freitag will sich Innenministerin Daniela Behrens an Ort und Stelle ein Bild von der Unterkunft machen.
Ende Februar soll der Betrieb spätestens enden
Das Land mietet den Volksfestplatz von der Betreibergesellschaft Event Marketing Hildesheim zunächst bis Ende des Jahres. Der Vertrag sieht aber eine Option zur Verlängerung vor: Bislang hieß es, bis Ende März 2024 sei eine Nutzung möglich. Jetzt steht offensichtlich fest: Spätestens Ende Februar soll Schluss sein. Das geht aus der Pressemitteilung hervor, die die Johanniter am Mittwoch nach der Einigung mit dem Land herausgegeben haben. „Der Rückbau der Einrichtung dauert einige Zeit“, sagt Pressesprecher Oliver Bruse. Und da Anfang April andere Veranstaltungen auf dem Volksfestplatz anstehen, soll die Fläche rechtzeitig vorher geräumt sein.
