Hildesheim - Das M’era Luna bringt jedes Jahr Menschen von überall her nach Hildesheim. 25.000 Menschen aus der ganzen Republik, aus Europa, sogar aus der ganzen Welt zieht es in die Stadt. Der massive Anreiseverkehr macht sich auch auf den Straßen bemerkbar. Vor allem Gäste im Wohnmobil waren dabei in den vergangenen Jahren immer wieder ein Problem.
„In der Vergangenheit hat es immer wieder Beschwerden darüber gegeben, dass es insbesondere im Bereich der Zufahrtstraßen zu den Parkplätzen durch die zu frühe Anreise zu Problemen kam“, erklärt Stadtsprecher Helge Miethe. „Teilweise wurde bereits am Donnerstag angereist, Wohnmobile wurden über Nacht auf der öffentlichen Straße abgestellt.“ Der Camping-Platz für Wohnmobile ist über den Kreisel vor Jim+Jimmy, die Ausfahrt zur Baurat-Köhler-Straße und dann weiter über die Straße An der Scharlake zu erreichen.
„Empfindliche Geldstrafen“
Der Campingplatz öffnet allerdings erst Freitag, 9. August, um 11 Uhr. Unter anderem das dürfte Thema in den Gesprächen zwischen Verwaltung und Veranstalter gewesen sein, die, laut Miethe, „regelmäßig“ stattfinden und zwar „im Vorfeld, während der Veranstaltung und im Nachgang“. Die Stadt wird „rund um den Flugplatz“ Halteverbote „mit zeitlichen Zusätzen“ aufstellen, kündigt Miethe an. Auch FKP Scorpio, Veranstalter des Festivals, reagiert dieses Jahr auf die Beschwerden. „Wenn die Situation das erfordert, erlauben wir gegen eine Gebühr von 100 Euro eine frühere Zufahrt auf die Wohnmobil-Parkflächen des Festivals“, stellt Jonas Rohde, Head of Communication bei dem Unternehmen klar. Die „frühere Zufahrt“ dürfte allerdings auch erst ab Donnerstag, 8. August, möglich sein. Erst ab dann ist Personal vor Ort. Die 100 Euro nennen die Organisatoren auf der Internetseite des M’era Luna eine „empfindliche Geldstrafe“.
Wesentlich entspannter äußert sich Arne Heims, der Ortsbürgermeister von Drispenstedt. „Mera Luna ist doch immer unproblematisch“, teilt er auf Anfrage der HAZ mit. Im Stadtteil seien „hauptsächlich“ Gruppen von Festivalgästen beim Einkaufen zu sehen. „Der Parkdruck wird kaum größer werden, weil die Drispenstedter tendenziell am Wochenende ja ihr Auto schon im Stadtgebiet geparkt haben“, meint der SPD-Politiker. Die große Baustelle für den Neubau der Ladenzeile stelle die Menschen im Stadtteil ohnehin vor eine größere Herausforderung.
Das sagt die Polizei
Auch die Polizei hängt das Thema nicht höher als in den Vorjahren. „Wir handhaben den Einsatz wie in jedem Jahr“, stellt Sprecher Jan Makowski in Aussicht. Die Beamten sind auf dem und um das Gelände im Einsatz und kontrollieren. Erhöhte Frequenz, um Falschparker zu schnappen, sei aber nicht geplant. Makowski rät lediglich dazu, am An- und Abreise-Tag den Bereich um das Gelände zu umfahren, weil mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen sei.
Der Parkplatz am Festival-Gelände öffnet bereits am Freitag, 9. August, um 7 Uhr. Auch hier gibt es eine Neuerung: Parken ist nur noch mit Parkticket möglich. Im Vorverkauf kostet das Ticket 10 Euro. Bestellungen laufen über den Ticket-Shop des M’era Luna auf deren Internetseite. Vor Ort kostet ein Parkticket 20 Euro. Gäste mit einem Motorrad dürfen kostenlos die Wohnmobilfläche nutzen. Das kostenpflichtige Parken haben die Festivalmacher schon vor einem Jahr angekündigt. Zum Vorverkaufsstart für das diesjährige Festival hieß es auf der Internet-Seite, dass der Schritt nötig sei, „um die stetig steigenden Kosten für die Flächenvorhaltung und -bewirtschaftung kompensieren und gleichzeitig unsere Ticketpreise stabil halten zu können“. Tatsächlich haben sich die Preise für Festivaltickets nicht erhöht.
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