Hildesheim - Der Deutsche Preis für Denkmalschutz geht in diesem Jahr unter anderem nach Derneburg. Andrew und Christine Hall werden für die Sanierung des Schlossbezirks und die Umnutzung des Schloss Derneburg zu einem Kunstmuseum ausgezeichnet. „Christine und ich sind hocherfreut und fühlen uns geehrt, diese prestigeträchtige Auszeichnung zu erhalten“, sagt Andrew Hall. Sie seien dem engagierten Team in Derneburg sehr dankbar, dieses habe den Erfolg erst möglich gemacht.
„Dank der Eheleute Hall, die 2006 sowohl das Ensemble als auch die Kunstsammlung von Baselitz erwarben und mit höchstem ideellen und materiellen Einsatz die Gebäude denkmalgerecht sanierten, ist die Gesamtanlage wieder in vollem Umfang erlebbar und eines der größten Museen zeitgenössischer Kunst der Welt“, heißt es in der Begründung der Jury. Die Halls haben in Derneburg weiterhin große Pläne: „Wir freuen uns auf noch größere Erfolge in der Zukunft“, sagt Andrew Hall.
Die Geschichte des Schlosses
Bevor das Ehepaar Hall das Schloss erwarb, war es seit 1974 das Zuhause und der Arbeitsort von Künstler Georg Baselitz, der das Gelände auch durch einen Neubau im Park weiter gestaltete. Ursprünglich war die Anlage als Nonnenkloster der Augustiner-Chorschwestern im Fürstbistum Hildesheim entstanden und in der früheren Neuzeit als Zisterzienser-Mönchskloster genutzt worden.
1815 fiel sie als Schenkung an den Minister der Deutschen Kanzlei in London. Dieser erschuf mit dem Hofbaumeister Georg Ludwig Friedrich Laves ein Gesamtkunstwerk der Bau- und Gartenkunst des 19. Jahrhunderts.
Höchste Auszeichnung in Deutschland
Der Deutsche Preis für Denkmalschutz würdigt das ehrenamtliche Engagement für die Denkmalpflege und Archäologie von Einzelpersonen oder Gruppen und ist die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in ganz Deutschland.
