Hildesheim - Der Ratsbauhof wird zu einem Ärztehaus – und ist auf diesem Weg nun einen sichtbaren Schritt weiter. Denn die erste neue Praxis ist hier eingezogen: Die Urologen Michael Wolpers und Dr. Anja Heineke sind im Oktober an den Start gegangen.
Währenddessen sind die Arbeiten im Ratsbauhof in vollem Gange – und laufen nach Plan, wie Justus Lüder verrät. Lüder von „Lüder re“ und Benedikt Salzer von „Salzer Service“ sind Gesellschafter der Ratsbauhof Objekt GmbH und somit diejenigen, die das Gesamtprojekt gemeinsam mit dem St. Bernward Krankenhaus (BK) auf den Weg gebracht haben.
Mit der übernommenen Praxis sind sie direkt umgezogen
Im geplanten Ärztezentrum sollen am Ende 13 medizinische Fachbereiche sowie Praxen vertreten sein – darunter die urologische Praxis von Wolpers und Heineke. Sie waren bislang als Oberärzte im St. Bernward Krankenhaus in Hildesheim tätig. Dann übernahmen sie die bislang im Alfelder Ameos-Klinikum angesiedelte urologische Praxis von Dr. Uwe Hofmeister, der im Alter von 66 Jahren zu Ende September in den Ruhestand ging. Seine Praxis ist es also, mit der Anja Heineke und Michael Wolpers nun in den Ratsbauhof umgezogen sind.
Dort bieten sie das gleiche medizinische Spektrum an, das zuvor auch in der Praxis in Alfeld üblich war. Dazu gehören unter anderem Vorsorgeuntersuchungen.
Ein zentrales Treppenhaus soll bald zu den Praxen führen
Die neue Praxis selbst findet Wolpers toll, wie er sagt, lediglich der Weg dorthin könnte für Patienten leichter zu finden sein, wenn es nach ihm ginge. „Die Orientierung im Haus ist für manche Patienten doch herausfordernd.“ Das aber soll sich ändern: Organisation und Wege im Haus werden neu geplant, sie sollen für Besucher und Patienten erheblich komfortabler werden, als sie es bislang waren und noch sind: Über verschiedene Eingänge ins Gebäude besitzt im Augenblick jede Praxis quasi ihre eigene Adresse. Das soll sich ändern. „Die ewige Suche nach Ärzten und Adressen, wie es sie bislang am Ratsbauhof gibt, wird vorbei sein“, sagt Benedikt Lüder, als Architekt für die Planung des Projektes verantwortlich.
Erreichbar sollen die Praxen und Fachbereiche demnächst über ein zentrales Treppenhaus sein, zu dem man sowohl aus der Tiefgarage als auch über die Eingänge direkt gelangt. Darauf kommt man auch vom Haupteingang aus direkt zu und erreicht dann die jeweiligen Ärzte sowie eine Apotheke.
Für den gesamten Umbau sind Investitionen im „mittleren einstelligen Millionenbereich“ geplant, wie Lüder mitteilt. Und: Das Ganze soll Ende 2024 abgeschlossen sein, sodass das neue Haus Anfang 2025 eröffnet werden kann.
